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Stadt Wolfsburg Warum wollten so wenige zum Cineways Filmfestival?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Warum wollten so wenige zum Cineways Filmfestival?
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10:59 26.08.2019
Im Gespräch: Zum Filmfestival im Phaeno kam auch Kameramann Luciano Tovoli (r.). Quelle: Tim Schulze
Stadtmitte

Roter Teppich, Sekt-Empfang, Foto-Shooting-Zeitplan – das war schon großes Kino am Wochenende im Phaeno-Foyer des Wissenschafts-Theaters. Nur leider erntete das professionell aufgezogene Konzept von Initiator Michael Flintrop aus Braunschweig in Zusammenarbeit mit Phaeno-Direktor Michel Junge schon am zweiten Abend eine enttäuschend geringe Resonanz beim Wolfsburger Publikum.

Wenig Resonanz auf professionelles Konzept

Waren am Donnerstagabend zur Ehrung von Lindsay Wagner („Die Sieben-Millionen-Dollar-Frau“) für ihr Lebenswerk noch rund 70 Filmfans aufgelaufen, ebbte das Interesse schon am Folgeabend dramatisch ab: Nur noch rund 30 Gäste wollten den italienischen Kameramann Luciano Tovoli sehen, der Film-Klassiker wie „Die Affäre der Sunny von B.“, „Ein Käfig voller Narren“ oder „Kiss of Death“ drehte. 

Echte Fans waren dafür allerdings sogar extra aus Leipzig und Hannover angereist. Der Festival-Leiter Michael Flintrop bot eine versierte Talk-Runde mit dem international renommierten Kameramann Luciano Tovoli, der mit Filmlegenden wie Samuel L. Jackson, Helen Hunt, Nicolas Cage oder auch Glenn Close und Jeremy Irons zusammengearbeitet hat.

Eine Stunde lang Anekdoten

Aus diesem reichen Erfahrungsschatz bot er fast eine Stunde lang unterhaltsame Anekdoten, wie er manch schwierige technische Herausforderung meisterte, indem er einen Monorail-Auslegerarm für einen Helikopter konstruierte. Besonders interessant auch die persönlichen Einblicke in zwischenmenschliche Fettnäpfchen mit großen Stars, wenn er es in seiner Funktion als Kameramann gewagt hatte, dem großen Jeremy Irons unauffällig Tipps zu geben und dieser sich darauf sogar in seiner Oscar-Dankesrede dafür beim Kameramann bedankte.

Horror-Klassiker für echte Fans

Die anschließend gezeigte original autorisierte Version des Meisterwerks der Filmgeschichte „Suspiria“ war dann jedoch tatsächlich eher etwas für echte Fans: Ein italienischer Horror-Klassiker mit englischen Untertiteln aus dem Jahr 1977 – nun ja, speziell. Tatsächlich zog die dramatische Farbsprache aber auch wenig versierte Zuschauer augenblicklich in den Bann: Düsteres, drohendes Unwetter in scharfem Kontrast zu roten und blauen Knall-Farben, diese künstlerische Form der Farbspiele beeindruckt. Oder wie Luciano Tovoli es selbst umschrieb: „Licht im Film ist ja nicht nur dazu da, um Personen zu erkennen. Sondern es soll Stimmungen erzeugen und kann eine eigene Sprache sprechen!“ (frei übersetzt von Festival-Direktor Michael Flintrop).

Zwei Fragen, zwei Antworten

Zwei persönliche Fragen an Luciano Tovoli:

1. Signore Tovoli, wenn Sie frei wählen dürften, mit welchem Regisseur würden Sie gern einmal arbeiten?

Tovoli: Chomsky! Was leider nicht mehr möglich ist, aber ganz frei gedacht, wäre das eindeutig Chomsky.

2. Und mit welcher Schauspielerin oder welchem Schauspieler würden Sie noch einmal gern drehen?

Tovoli: Oh, da müsste ich nicht lange überlegen: Meryl Streep, eindeutig. Aber männliche Schauspieler? Marcello Mastroianni. Das wäre spannend.

Von Simone Willmann

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