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Stadt Wolfsburg Chlorreiche Tage: Bademeister Schaluppke begeistert im Hallenbad
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Chlorreiche Tage: Bademeister Schaluppke begeistert im Hallenbad
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12:15 18.01.2020
Lieber mal ’n bisschen beruhigen lassen: Robbi Pawlik sorgte als Bademeister Schaluppke für viele Lacher im Hallenbad. Quelle: Britta Schulze
Stadtmitte

Am Freitagabend begeisterte der Comedian Robbi Pawlik alias Bademeister Schaluppke mit seinem Programm „Chlorreiche Tage“ 260 Zuschauer im fast ausverkauften Hallenbad. Als er im typischen Jogginganzug-Style die Bühne betrat, war der Funke schnell übergesprungen: Die Anekdoten aus seinem Arbeitsalltag zwischen militanten Blümchen-Badekappen-Rentnern, Helikopter-Müttern beim Kinderschwimmkursus und „pubertierenden Alpha-Kevins“ provozierten solch ansteckende Lacher im Publikum, dass er sich kurzzeitig sogar selbst hinsetzen musste vor Lachen mit den Worten: „Lieber mal ´n bisschen beruhigen lassen erstmal.“

Bekloppte Badegäste

In seiner Rolle als „Sozialarbeiter am Beckenrand der Gesellschaft“ weiß er urkomische Geschichten von seinen „bekloppten Badegästen aller Art“ zu erzählen: Egal, ob mit ledrig-gegerbter Haut, athletisch-getrieben, gepierced oder arschgeweiht – in Badebekleidung kommt die nackte Wahrheit ans Licht. Die sozialen Niveau-Unterschiede geben die Gäste gewissermaßen für einen Euro am Schwimmbadschrank ab und sind vor dem Bademeister im Prinzip alle gleich. Im Prinzip – denn Bademeister Schaluppke weiß sehr wohl ein Liedchen zu singen von typischen Klischee-Vertretern wie renitente Rentner oder „Pubertieren Marke Justin-Dustin“.

Go-Go-Girl mit Poolnudel

Das besagte Liedchen brachte der sympathische Comedian mit Mut zur Hässlichkeit facettenreich auf die Bühne: Er rappte die Baderegeln, damit sie auch in den Gehirnen der digitalisierten Jugend ankommen, vollzog einen Bauchtanz à la Latino-Art für den Damensauna-Aufguss und war sich auch als Go-Go-Girl mit Poolnudel statt Stange nicht zu schade, um quasi ausufernde Lacher beim Publikum zu provozieren. Das Lachen war so ansteckend, dass es ihn stellenweise sogar selbst aus dem Konzept brachte. Aber stilgerecht ausgestattet mit Megaphon und Trillerpfeife konnte er wieder zur Ordnung rufen: „Geh duschen!“

Anekdoten aus dem Schwimbis

Besondere Highlights: eine richtig coole Breakdance-Einlage in Zeitlupen-Optik und herrliche Anekdoten von seiner polnischen Hilfskraft im „Schwimbis“, dem Schwimmbad-Kiosk. Aber durchweg gab es den gesamten Abend über andauernd Lach-Attacken bei all den O-Ton-Zitaten, wenn beispielsweise ein pubertierender 16-jähriger Smartphone-Junkie zum Bademeister kommt und fordert: „Gib Wlan-Passwort von Liegewiese!“ oder Samantha-Cheyenne sich hysterisch beschwert: „Lara-Sophie hat mich ertrunken!“.

Kannst duschen gehen

Ein absolut gelungener Comedy-Abend, der dem Publikum die Lachtränen in die Augen trieb. Klasse, Schaluppke! Kannst duschen gehen.

Von Simone Willmann

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