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Stadt Wolfsburg Carl-Hahn-Schule: So spannend sind Auslandspraktika
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Carl-Hahn-Schule: So spannend sind Auslandspraktika
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11:00 11.12.2019
Begeisterte Berichte: Bele Witzke und Joane Marie Schalk (hinten li. und re.) erzählten von ihren Auslandspraktika. Quelle: Frederike Müller
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Wolfsburg

Tagsüber die Englischkenntnisse aufpolieren, abends in den Pub zum Rugby-Gucken und an den Wochenenden mit dem Bus über die ganze Grüne Insel: Bele Witzke gehört zu den Azubis der Carl-Hahn-Schule, die sich mutig für ein Praktikum im Ausland entschieden haben. Mit unzähligen interessanten Geschichten im Gepäck sind diese Schüler inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt und haben nun ihren Mitschülern in einem „Internationalen Café“ im Schulfoyer von ihren Erfahrungen berichtet – und sicher so manchen mit dem Reisefieber angesteckt.

„Nur nicht schüchtern sein!“

Wenn man Bele Witzke nach dem Tipp fragt, den sie Auslands-Praktikanten geben würde, muss sie nicht lange überlegen: „Seid offen. Macht mit, was euch angeboten wird. Nur nicht schüchtern sein!“, rät sie und lacht dann: „Ich habe in Irland meine Schüchternheit für einen Monat abgelegt.“

Arbeiten und Leben in Spanien: Einige der Schüler hatte es nach Valencia verschlagen. Quelle: Britta Schulze

Und das war auch nötig. Die 20-Jährige lässt sich eigentlich zur Kauffrau für Spedition und Logistik ausbilden. Während der vier Wochen in Irland allerdings betreute sie ihrerseits Austauschschüler aus dem Ausland, mailte für sie Formulare von A nach B oder chauffierte spontan einen italienischen Jungen zum Flughafen, der in der irischen Privatschule über die Stränge geschlagen war und nun ziemlich schnell wieder heimkehren musste.

Mutig: Tagesausflüge auf eigene Faust

Aber auch sonst war es nützlich, nicht zu schüchtern zu sein: Schon von Deutschland aus hatte Witzke Tagesausflüge gebucht. An den Wochenenden ließ sie sich von den Busunternehmen einsammeln und fuhr mit einer Reihe anderer Abenteuerlustiger durchs Land, besichtige die berühmten Moher-Klippen, Dublin, Cork und Nordirland.

Ganz mottogetreu: Auch die Snacks beim „Internationalen Café“ können als praktischer Beitrag zur Völkerverständigung durchgehen. Quelle: Britta Schulze

Wem es nicht behagt, ganz alleine loszuziehen, der kann ein Auslandspraktikum allerdings auch mit einem Freund oder Freundin gemeinsam absolvieren. Das hat zum Beispiel Joane Marie Schalk getan. Sie und eine Freundin kamen gemeinsam in einem Betrieb unter und konnten am Wochenende zu zweit Land und Landschaft erkunden.

Begeisterung über das neu Gelernte

Insgesamt etwa ein Dutzend Carl-Hahn-Schüler hat 2019 die Chance genutzt und drei oder vier Wochen im Ausland verbracht. Nicht nur nach Irland ging es, sondern zum Beispiel auch nach Malta, Spanien, Finnland und Italien. Am Ende waren alle begeistert: Sie haben gelernt, selbstbewusster zu sein, über den Tellerrand zu sehen, sich anzupassen und andere Kulturen zu erforschen und gelassen zu bleiben, wenn es mal hakt.

Stiftung vermittelte Kontakte und Finanzierung

Organisiert wurden die meisten der Praktika durch die Stiftung Bildung und Handwerk, die seit einiger Zeit mit der Schule zusammenarbeitet. Die Schüler senden ihre Bewerbungen an die Stiftung, die wiederum vermittelt die Schüler dann an ihre Partner im europäischen Ausland. Auch die Vorbereitung, Betreuung und die Rückerstattung von Kosten übernimmt die Stiftung, denn seit vielen Jahren hat sie Erfahrung damit, Fördergelder von der Europäischen Union dafür zu beantragen. Unter dem Titel Erasmus+ schickt die EU schon lange Azubis und Studierende ins Ausland, um den europäischen Zusammenhalt zu fördern.

Mit Erasmus+ ins Ausland – so geht’s:

Erasmus+ ist ein Programm der EU, das junge Studierenden und Auszubildenden hilft, einen Auslandsaufenthalt zu finanzieren – ob für ein Praktikum oder ganze Auslandssemester.

Wenn die Berufsschule, der Ausbildungsbetrieb oder die Kammer an dem Erasmus+-Programm teilnimmt, können Azubis sich direkt dort über die Möglichkeiten informieren. Oft arbeiten die Schulen außerdem mit Bildungsträgern oder Stiftungen zusammen, die sich um die Vermittlung der Plätze und Organisation der Stipendien kümmern.

Generell sollten Azubis und Berufsschüler genug Vorlaufzeit einplanen, und sich mindestens vier bis sechs Monate im Vorfeld um einen festen Platz kümmern. Außerdem gilt es, sich vorher über das Zielland zu informieren, eventuell zusätzliche Versicherungen abzuschließen und Flugtickets zu buchen.

Viele weitere Tipps zur Vorbereitung, zu englischsprachigen Bewerbungen, der Organisation, Fördergeldern und Unterkünften im Ausland gibt es im Internet, zum Beispiel unter www.machmehrausdeinerausbildung.de unter dem Punkt „Dein Weg ins Ausland“.

Der Eigenanteil der Kosten variiert dabei. Wer die Stiftung als Vermittlungsorganisation hatte, habe für Flug und Unterkunft knapp 100 Euro selbst zahlen müssen, berichtet Joane Marie Schalk. Sie selbst hatte einen anderen Träger gewählt – und musste sogar 600 Euro beisteuern. Bereut hat sie das Praktikum und den Auslandsaufenthalt trotzdem nicht: „Das waren Eindrücke, die ich nie vergessen werde.“

Von Frederike Müller

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