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Stadt Wolfsburg Caritas: 40 Jahre alt – und kein bisschen müde
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Caritas: 40 Jahre alt – und kein bisschen müde
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16:00 15.11.2018
40 Jahre Caritas-Kreisverband Wolfsburg: Geschäftsführerin Barbara-Maria Cromberg freut sich auf ein Fest mit den Ehrenamtlichen.
40 Jahre Caritas-Kreisverband Wolfsburg: Geschäftsführerin Barbara-Maria Cromberg freut sich auf ein Fest mit den Ehrenamtlichen. Quelle: Roland Hermstein
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Stadtmitte

„Not sehen und handeln“ – diesem Leitspruch fühlt sich der Wolfsburger Caritasverband seit 40 Jahren verpflichtet. Am Montag 19. November, wird dieses Jubiläum gefeiert. Mit diesem Fest sagt der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche gleichzeitig Danke an alle 60 Mitarbeiter, aber auch an die rund 90 ehrenamtlichen Helfer. „Ohne die Ehrenamtlichen könnten wir nie diese Arbeit leisten, die wir leisten“, betont Geschäftsführerin Barbara-Maria Cromberg.

Caritas­: Die erste Geschäftsstelle eröffnete in einer Privat-Wohnung

Die Caritas-Gemeindearbeit gibt es schon länger als vier Jahrzehnte, sie begann bereits 1940 und organisierte Besuche in Krankenhäusern und zu Geburtstagen. 1974 eröffnete dann die erste Caritas-Geschäftsstelle in einer Privatwohnung – in der Schillerstraße 25. Der mittlerweile verstorbene CDU-Politiker Hanns Piwczyk war der erste Geschäftsführer, sein späterer Nachfolger Martin Rath arbeitete damals schon als Sozialarbeiter mit.

40 Jahre Caritas in Bildern:

Seit 40 Jahren unterstützt der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirchen Hilfsbedürftige in Wolfsburg: Ob Lebens-,Sozial- oder Schuldnerberatung, Kleiderkammer, Sozialstationen oder Angebote für Flüchtlinge – die Caritas hilft.

Die Aufgaben waren schon zu dieser Zeit sehr vielfältig: Spätaussiedlerhilfe, Lebens- und Sozialberatung, Kurberatung, Hilfe für Nichtsesshafte, Jugendarbeit, Kleider- und Möbelhilfe, außerdem nahmen Sozialstationen ihre Arbeit auf. 1981 kam ein spezielles Angebot für Italiener dazu, 1985 folgte die Schuldnerberatung. 1995 wurde der Caritas-Mittagstisch gegründet, der bedürftige Menschen zunächst mit einer warmen Mahlzeit versorgte, später kamen noch Lebensmittelpakete hinzu. Die Angebote richten sich nach dem aktuellen Bedarf. „Wir schauen immer, wo Not ist und wie wir sie lindern können“, erklärt Barbara-Maria Cromberg.

Flüchtlingsstrom: Caritas eröffnete das Welcome-Cafe

Als 2015 Tausende Flüchtlinge nach Wolfsburg kamen, organisierte der Caritasverband deshalb eine Beratung für sie und gründete mit der St.-Christophorus-Gemeinde noch das „Welcome-Cafe“ im Karl-Leisner-Haus, das Flüchtlinge gern als Hilfsangebot nutzen. Diese Arbeit sei wichtig, aber die Finanzierung sei projektgebunden und die Bewilligung deshalb ungewiss.

Umbau des Föhrenkrugs in eine Begegnungsstätte

Ein wichtiger Meilenstein war außerdem 2008 der Umbau des Föhrenkrugs in eine Begegnungsstätte: Die Kirche verzichtete darauf, wieder eine Gaststätte in die Räume zu holen, stattdessen bekamen Caritas-Gruppen dort noch mehr Räume.

Ein unschönes Ereignis gab es auch in den vergangenen 40 Jahren: Die Insolvenz der Caritas-Pflegedienste gGmbH, die mittlerweile abgeschlossen ist.

Von Sylvia Telge