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Stadt Wolfsburg Bundesumweltministerium zeichnet Hellwinkel-Hochhaus-Projekt aus
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Bundesumweltministerium zeichnet Hellwinkel-Hochhaus-Projekt aus
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20:00 26.11.2019
Woodscraper: Die Gebäude bestehen überwiegend aus Holz und Stroh. Quelle: privat
Wolfsburg/Berlin

Das Architekturbüro Partner und Partner (Berlin/Baiersbronn) baut im Hellwinkel zwei Holzhochhäuser „Woodscraper“ (WAZ berichtete). Für dieses Projekt ist das Team jetzt vom Bundesumweltministerium mit dem Bundespreis Ecodesign ausgezeichnet worden. Während einer Zeremonie in Berlin erhielt das Gebäudeprinzip einen Award in der Kategorie „Konzept“ für zukunftsweisende Designstudien sowie Modellprojekte.

Entwickelt wurde das ressourcenschonende Gebäudeprinzip „Woodscraper“ durch ein interdisziplinäres Forschungsteam und mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die Hochhäuser, die überwiegend aus Holz und Stroh bestehen, verhalten sich „ressourcenpositiv“: Das bedeutet, dass sie mehr CO2 einspeichern, als für ihre Errichtung ausgestoßen wird. Frei von Schadstoffen und Wohngiften, so die Planer, würden die atmungsaktiven Materialien außerdem für ein gesundes Raumklima sorgen. Bei Bedarf würden sich die Grundrisse der Gebäude dank ihrer innovativen Konstruktionsweise flexibel verändern lassen.

Lob von der Bauhaus-Stiftung

Die Direktorin der Bauhaus-Stiftung Dessau, das Jurymitglied Dr. Claudia Perren, betonte: „Woodscraper ist ein Prototyp, der beweist, dass Hochhäuser aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz und Stroh nicht nur machbar sind, sondern sogar über ihre Lebenszeit mehr Ressourcen erzeugen können als sie für ihre Errichtung und Instandsetzung benötigen. Das Ergebnis ist hochwertiges Design, das sich sortenrein zur Weiterverwendung zurückbauen lässt.“

Die Art und Weise, wie „Woodscraper“ konstruiert und gebaut werden, sendet aus Sicht von Jörg Finkbeiner, geschäftsführender Gesellschafter von Partner und Partner, ein wichtiges Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland: „Durch vorelementiertes, serielles Bauen reduzieren wir die Bauzeiten deutlich, montieren witterungsunabhängig und schaffen durch die hohe Präzision der Vorfertigung deutlich höhere Kostensicherheit.“

Alles lässt sich demontieren

Finkbeiner betont weiterhin, dass sich Holz und Stroh auch beim Rückbau als gute Wahl erweisen. Nach dem Nutzungsende der Gebäude ließen sich die Konstruktion weitestgehend demontieren, die Baustoffe könnten sortenrein in die jeweiligen Kreisläufe zurückgeführt werden oder stünden für den Bau von neuen Gebäuden zur Verfügung. „Ein Gebäude von seinem Nutzungsende her zu denken, sollte als Prämisse für das Bauen der Zukunft gelten.“

Derzeit planen die Architekten zwei solcher Wohn-Holzhochhäuser für das Hellwinkel-Quartier. Ziel ist, die Bauten dort zusätzlich mit Energie aus regenerativen Quellen zu versorgen.

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