Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg „Brit Floyd“ begeistert im Congresspark
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Brit Floyd“ begeistert im Congresspark
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
19:41 11.10.2019
Nah am Original: Die britische Gruppe „Brit Floyd“ coverte mit viel Talent die Hits von „Pink Floyd“ – und hätte dafür eigentlich mehr Publikum verdient. Quelle: Samantha Franson/Archiv
Anzeige
Stadtmitte

Einen beeindruckenden Auftritt legte die englische Band „Brit Floyd“ am Donnerstagabend im Congresspark hin. Die zehnköpfige Band spielte Stücke der berühmten Gruppe „Pink Floyd“ in sehr hoher Qualität und dicht am Original. Das leider nicht besonders zahlreiche Publikum bedankte sich mit jubelndem Beifall.

Das Programm stand im Zeichen des 40. Jubiläums des Albums „The Wall“, das wohl das berühmteste Album der Band überhaupt ist. Das Konzeptalbum wurde verfilmt mit Bob Geldof in der Hauptrolle. Unvergesslich ist die Inszenierung von Ex-Pink-Floyd-Mitglied Rogers Waters 1990 in Berlin anlässlich des Falls der innerdeutschen Mauer.

Anzeige

Pink Floyd zu covern, ist anspruchsvoll

Es war also ein anspruchsvolles Erbe, was die Cover-Truppe da angetreten war. Nicht zuletzt glänzten Pink Floyd live mit unglaublichem Sound und beeindruckenden Lichteffekten. Das Bühnenbild am Donnerstag orientierte sich an der letzten Tour zum Division-Bell-Album mit dem großen Kreis in der Mitte und dem Bogen drumherum. Das war zu der Zeit, als der Golf „Pink Floyd“ in Wolfsburg vom Band lief.

Natürlich ließ sich auf so einer Tournee keine Surround-Anlage mitnehmen, der Ton war aber trotz reiner Frontbeschallung sehr gut, wenn auch manchmal ein bisschen sehr überladen. Die Lichtshow war hingegen mehr als beeindruckend. Die vielen einzeln angesteuerten Lampen und Laser, die quer über das Publikum strahlten, sorgten für großartige Effekte. Da brauchte es nur wenig Nebel, um die Stimmung noch ein bisschen mehr zu verstärken.

Sopranistin klang fast besser als das Original

Gesanglich waren der musikalische Direktor und Gitarrist Damian Darlington sowie der Bassist Ian Cattell ganz dicht an David Gilmore und Roger Waters. Phänomenal war der Soloauftritt von Background-Sängerin Eva Avila zu Song „The Great Gig in The Sky“ vom Album „Dark Side of The Moon“. Mit ihrem klaren Sopran klang sie genau so wie Clare Torry von der Originalaufnahme. Vielleicht war sie sogar noch ein bisschen besser. Das Publikum war jedenfalls grenzenlos begeistert und applaudierte frenetisch.

Das Konzert begann mit dem „The Wall“-Album. Gespielt wurde hintereinander weg die komplette erste Seite der Vinyl-Ausgabe. Die wurde im Prinzip Ton für Ton wiedergegeben. Dazu liefen den ganzen Abend passende Filme auf dem Bühnenhintergrund, die von Bryan Kolupski ganz in der Anmutung der Vorbilder kreiert waren und großartig die Musik unterstützten.

Das war ein riesiger Konzertabend mit großartiger Musik und einer beeindruckenden Bühnenshow. Der Abend hätte sicher mehr Zuschauer verdient. Viele Reihen waren leer geblieben, die Ränge waren so gut wie gar nicht besetzt.

Von Robert Stockamp