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Stadt Wolfsburg Brandschutz im Tierpark Essehof: Chef gibt Entwarnung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Brandschutz im Tierpark Essehof: Chef gibt Entwarnung
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14:46 05.01.2020
Tierpark Essehof: Chef und Eigentümer Gregor Wilhelm. Quelle: Claudia Jeske
Essehof

Nach der Feuerkatastrophe im Zoo Krefeld müssen sich viele Tierparks die Frage gefallen lassen, wie es bei ihnen mit dem Brandschutz aussieht. Ist eine solche Tragödie mit Dutzenden verendeten Tieren auch in anderen Parks möglich? Gregor Wilhelm ist Chef des Tierparks Essehof und kann zumindest für seine Schützlinge ein Stück weit Entwarnung geben.

Keine Feuermelder in den Ställen

Dabei haben auch die Gehege und Tierhäuser in Essehof keine Brandmeldeanlagen. „Die Ställe sind teilweise 40 oder 50 Jahre alt und stammen noch vom Vorbesitzer“, erklärt Wilhelm. „Das ist nicht mehr so optimal.“

Nach und nach soll sich das auch ändern. In diesem Jahr zum Beispiel wird ein neues Zebrahaus gebaut und dann direkt mit Feuermeldern ausgestattet. Allerdings sei bei Ställen voll Heu und Stroh auch damit keine hundertprozentige Sicherheit gegeben. „Auch mit Meldeanlage breitet sich so ein Feuer einfach sehr schnell aus“, weiß Wilhelm. Bislang sei im Tierpark Essehof aber glücklicherweise noch kein Feuer ausgebrochen.

„Eigentlich ist immer jemand hier“

Die Tiere im Tierpark Essehof können trotzdem einigermaßen beruhigt schlafen. Denn Park-Chef Wilhelm wohnt mit seiner Familie auf dem Gelände: „Eigentlich ist immer jemand hier.“

Und noch einen Vorteil genießen Strauß, Stinktier, Stachelschwein und Co. in Essehof: Der Tierpark liegt außerhalb eines Dorfes und nicht mitten in der Stadt wie in Krefeld. „Deshalb ist es hier auch an Silvester nicht so dramatisch“, kann Wilhelm beruhigen.

Beruhigungsmittel waren noch nie nötig

Auch der Lärm, der an Silvester bis rüber in die Gehege schallt, habe den Tieren bislang nicht viel ausgemacht, kann er berichten. Es sei sogar vorteilhaft, dass die Essehofer die ersten Raketen und Böller schon vor Mitternacht zündeten: „So können sich die Tiere schon darauf einstellen. Und im Allgemeinen schlafen sie trotzdem.“ Bei manchen Tieren lasse man über in der Silvesternacht zwar extra das Licht an, Beruhigungsmittel seien aber noch nie nötig gewesen.

Die Nandus bekommen Mitternachtsbesuch

Vorsichtshalber gehört für Wilhelm dennoch ein nach-mitternächtlicher Rundgang durch den Park zum Jahreswechsel. Besonders auf die Nandus, die südamerikanischen Laufvögel, hatte er dabei ein Auge, denn sie schlafen im Freien. „Sie lagen aber alle und waren relativ ruhig.“

Dass es auch ganz anders laufen könnte, weiß Wilhelm dennoch nur zu gut, denn seine Eltern führen den Zoo in Braunschweig, der von Wohngebiet umgeben ist. „Da gibt es auch Anwohner, die ihre Raketen munter in Richtung Zoo halten.“

Shitstorm nach Krefeld-Tragödie sei ungerecht

Gerade deshalb empfindet Wilhelm es als ungerecht, welcher gebündelte Hass gerade über die drei Frauen hereinbricht, die in Krefeld eben jene Himmelsraketen steigen ließen, die schließlich das Affenhaus in Brand setzten. „Es war ja sicher keine Absicht. Sie dachten vielleicht, in der Nähe des Zoos sei so etwas ruhiges viel besser als laute Böller.“

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Von Frederike Müller

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