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Stadt Wolfsburg Böller-Wurf in Einkaufscenter:Zwei Wolfsburger (17) angeklagt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Böller-Wurf in Einkaufscenter:Zwei Wolfsburger (17) angeklagt
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15:09 30.05.2019
Panik in der Thier-Galerie in Dortmund: Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen zwei Wolfsburger (17). Quelle: Markus Wüllner
Wolfsburg

Dieser Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen – und beschert zwei jungen Wolfsburgern einen Prozess: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat jetzt Anklage gegen die beiden 17-Jährigen wegen gefährlicher Körperverletzung und Störung des öffentlichen Friedens vor dem Jugendschöffengericht des Amtsgerichts erhoben. Das Duo hatte aus Spaß Knaller in einem Dortmunder Einkaufszentrum gezündet und eine Massenpanik ausgelöst.

Die beiden Wolfsburger wollen „Pranks“ aufnehmen für Youtube

Laut Anklage wird den beiden Beschuldigten vorgeworfen, am 15. Dezember 2018 gegen 17.40 Uhr in der angesichts der Vorweihnachtszeit sehr gut besuchten Dortmunder Thier-Galerie kurze Videos (so genannte „Pranks“) aufnehmen zu wollen, die der eine Wolfsburger auf seinem YouTube-Kanal einstellen wollte. Wie üblich sprach er dafür verschiedene Passanten an, während der Kumpel filmte.

Thier-Galerie: Ein Dortmunder hatte einen Polenböller dabei

Dabei traf er auf einen Dortmunder, der einen Polenböller des Typs FP3 dabei hatte. Der Wolfsburger kam so spontan auf die Idee, den Knallköper in der Galerie zu zünden und die Gruppe, die sich um ihn versammelt hatte, wegrennen zu lassen, um so bei den Besuchern der Galerie den Anschein zu erwecken, in dem Center werde gerade ein Anschlag verübt.

Der You-Tuber bot dem Dortmunder Geld

Die sich ergebende Massenpanik wollte der Begleiter filmen, um das „Prank“-Video anschließend zu posten. Der 17-jährige You-Tuber bot dem Dortmunder Geld, damit er den Böller zündete. Erst 15 Euro, dann legte er einen „Zwanni“ drauf. Der gesondert durch die Staatsanwaltschaft verfolgte Dortmunder ging schließlich auf das Angebot ein.

Gezündeter Böller löste eine Massenpanik aus

Sodann rannten alle Umstehenden, einschließlich der beiden Wolfsburger, eine Rolltreppe hoch und riefen dabei immer wieder „Lauft“, „Rennt“ und „Hier fallen Schüsse!“. Noch während der sich anschließenden Massenpanik forderte der You-Tuber aus Wolfsburg seinen Kumpel auf, alles weiterhin zu filmen, was dieser auch tat.

Staatsanwaltschaft: Massenpanik billigend in Kauf genommen

Laut Anklage durch die Staatsanwaltschaft war den jungen Wolfsburgern bewusst, dass die in Panik geratenen Menschen von einem Anschlag ausgingen. Und dass sich die Nachricht in Windeseile in ganz Deutschland verbreiten würde. „All dies nahmen beide Angeschuldigte zumindest billigend in Kauf, um ein Video zu erhalten, welches ihnen auf YouTube zahlreiche Zuschauer garantieren würde“, so Christian Wolters, Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig.

24 verletzte Menschen

Im Rahmen der ausgelösten Panik unter den Besuchern des Einkaufszentrums wurden 24 Personen verletzt.

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