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Stadt Wolfsburg Black Friday in Wolfsburg: Gut für die Kunden, schlecht für den Handel
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Black Friday in Wolfsburg: Gut für die Kunden, schlecht für den Handel
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19:33 26.11.2019
Black Friday in Wolfsburg: Die City-Galerie hat am Freitag länger geöffnet und lockt mir zahlreichen Angeboten. Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

Satte Rabatte und kräftige Preissenkungen: Mit derartigen Slogans wird der Black Friday im Internet, aber auch in den Wolfsburger Geschäften angepriesen. Doch für die Wolfsburger Einzelhändler ist die Rabattschlacht längst nicht so attraktiv, da sie damit kaum Gewinn erzielen. Für Schnäppchenjäger dagegen schon.

Der Black Friday, übersetzt schwarzer Freitag, kommt ursprünglich aus Amerika. An dem Tag locken viele Läden und Online-Shops mit preisgünstigen Angeboten. Seit rund zehn Jahren gibt es den Black Friday in deutschen Geschäften. In diesem Jahr findet der Shopping-Tag am 29. November statt. In Wolfsburg nehmen viele Geschäfte daran teil, zahlreiche Plakate machen zum Beispiel in der Innenstadt auf Black-Friday-Angebote aufmerksam.

City-Galerie Wolfsburg: Längere Öffnungszeiten und Aktionen

Unter dem Motto „Black Price Days“ können die Wolfsburger am Freitag, 29. November, in der City-Galerie einkaufen. In der Einkaufspassage nehmen viele Shops an der bundesweiten Aktion teil und locken mit „extremen Reduzierungen auf das gesamte Sortiment oder auf ausgewählte Waren“. Damit die Käufer ganz in Ruhe shoppen können, haben die Läden am Freitag bis 22 Uhr geöffnet und das Parkhaus darf zwei Stunden kostenlos genutzt werden.

Für den WKS-Geschäftsführer Matthias Lange ist der Black Friday eine unangenehme Tradition, trotzdem bietet das Kaufhaus Prozente an. Quelle: Britta Schulze

Zudem können sich die Wolfsburger auf ein abwechslungsreiches Programm mit DJ, Glücksrad und vielen Überraschungen freuen. „Nach dem amerikanischen Vorbild wollen wir ein besonderes Erlebnis mit attraktiven Specials für unsere Kunden organisieren“, so Marvin Schaber, Center Manager der City-Galerie.

Lesen Sie auch: Handelsexperte – „Vom Black Friday profitiert vor allem Amazon

„Wolfsburger Geschäfte müssen beim Black Friday mitmachen“

Das WKS-Kaufhaus bietet eine „Black Week“ an, die Kunden bekommen von Montag bis Freitag auf ihren Einkauf Prozente. Für die Kunden ist das eine gute Chance günstige Weihnachtsgeschenke zu kaufen, doch für Matthias Lange, Geschäftsführer des WKS-Kaufhauses und Sprecher des Einzelhandelsverband, ist es eher eine unangenehme Tradition. „Das Kaufhaus macht bei der Aktion nur mit, weil die Kunden sonst in andere Geschäfte gehen würden, indem die Preise gesenkt wurden“, sagt Lange.

Laut dem Geschäftsführer machen die Einzelhändler zwar mehr Umsatz, haben aber keinen Gewinn, weil die Preise zu stark gesenkt werden. „Wer mitmacht gewinnt nichts – und wer nicht mitmacht, verliert“, betont Lange. Die Kunden würden zwar viel kaufen, aber trotzdem bringe es für das Geschäft nichts. „Die Ware wird nur zu einer anderen Zeit verkauft. Anstatt beim Schlussverkauf im Januar kaufen die Kunden jetzt ein“, erklärt der Sprecher der Wolfsburger Einzelhändler.

„Black Friday“: Darum wird an dem Tag so viel eingekauft

Der Black Friday stammt ursprünglich aus Amerika. Er findet jedes Jahr am vierten Freitag im November statt, also einen Tag nach dem Thanksgiving, dem amerikanischen Erntedankfest. Viele Angestellte bekommen an diesem Tag frei, sodass das Fest über insgesamt vier Tage im Kreise der Familie gefeiert werden kann. Zudem zeigte sich, dass viele Amerikaner den Brückentag nutzen, um die ersten Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Die Händler reagierten auf das Kaufverhalten und locken seitdem mit günstigen Angeboten und attraktiven Rabatten. Die Nachfrage ist mittlerweile so groß geworden, dass einige der Schnäppchenjäger die ganze Nacht vor den Geschäften warten, um bei Ladenöffnung zu den Ersten zu gehören, die ins Geschäft stürmen können.

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Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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