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Stadt Wolfsburg So viel zahlten Verkehrssünder 2019 in Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg So viel zahlten Verkehrssünder 2019 in Wolfsburg
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19:31 14.01.2020
Mobiler Blitzanhänger: Die Zahl der gemessenen Geschwindigkeitsverstöße in Wolfsburg ist 2019 deutlich gestiegen. Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

Die Zahl der Verkehrssünder in Wolfsburg hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt 133.195 Verstöße auf den Straßen verzeichnete das Ordnungsamt der Stadt im Jahr 2019 – ein Zuwachs um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (131.160). Die Stadt kassierte von Rasern, Falschparkern und anderen Verkehrssündern rund 3,39 Millionen Euro, knapp 5 Prozent mehr als 2018.

Temposünder zahlten 2,1 Millionen Euro

Mehr als die Hälfte aller Verstöße geht auf das Konto von Temposündern. Das Ordnungsamt verzeichnete im vergangenen Jahr 77.824 Geschwindigkeitsverstöße (2018: 69.497; +11,9 Prozent). Daraus folgten 7123 Bußgeldbescheide (2018: 5680; +25,4 Prozent) und 552 Fahrverbote (2018: 519; +6,4 Prozent). Die Verwarnungs- und Bußgelder der Temposünder spülten 2,1 Millionen Euro in die Stadtkasse (2018: 1,8 Millionen; +14,1 Prozent). Das Ordnungsamt hatte Anfang 2019 einen verstärkten Einsatz des halbstationären Blitzgerätes „Enforcement Trailer“ angekündigt. Darin dürfte ein Grund für den Anstieg der Verstöße liegen.

Lesen Sie auch: Ordnungsamt-Bilanz 2018: 3,2 Millionen Euro Bußgeld

Trauriger Rekord: Auf der Heinrich-Nordhoff-Straße wurde einer Raser mit 143 km/h gemessen – erlaubt ist dort Tempo 60. Auf der Berliner Brücke brachte es ein Raser auf 131 km/h (zulässig: 50 km/h). Weitere Spitzengeschwindigkeiten in der Bilanz des Ordnungsamtes: Berliner Ring (119 statt 50 km/h), Braunschweiger Straße (118 statt 50 km/h), K 114 (118 statt 50 km/h) und B 188 (108 statt 50 km/h).

Die meisten Raser gab es auf der Braunschweiger Straße

Die Raserstrecke Nummer eins in Wolfsburg war im vergangenen Jahr die Braunschweiger Straße – hier wurden die meisten Geschwindigkeitsverstöße gemessen. Es folgten Berliner Ring, Berliner Brücke, B 188, Heßlinger Straße, Frankfurter Straße, Heinrich-Nordhoff-Straße, Hubertusstraße, Dieselstraße und Brechtorfer Straße.

Die Zahl der Parkverstöße ging im vergangenen Jahr auf 37.324 Verfahren zurück (2018: 37.825). Zum Vergleich: Im Jahr 2016 waren es noch 47.400 Parkverstöße. Diese Zahlen lassen laut Stadt aber keine Rückschlüsse auf eine Kehrtwende im Verhalten der Autofahrer zu. „Der Rückgang der Verfahren wegen Parkverstößen ist auf Personalengpässe im Bereich der Verkehrsüberwachung zurückführen“, erklärt Axel Piepers, Leiter des Ordnungsamtes. 4253 Bußgeld-und Kostenbescheide wurden erlassen, weil das Verwarnungsgeld nicht gezahlt worden war. Durch Strafen für Parksünder nahm die Stadt 560.875 Euro ein (2018: 578.096; -3 Prozent).

Auch Polizei und Privatpersonen brachten Anzeigen ins Rollen

Weitere 18.047 Verfahren – unter anderem wegen Alkohol- und Drogenverstöße, Verkehrsunfällen und Geschwindigkeits- und Rotlichtverstößen – brachten die Polizei sowie Privatpersonen (hier: überwiegend Parkverstöße) ins Rollen. Daraus folgten laut Stadt über Verwarnungsverfahren hinaus 5289 Bußgeld- und Kostenbescheide (2018: 6677; -20,8 Prozent) sowie 289 Fahrverbote (2018: 216; +33,8 Prozent). Die Stadt nahm dadurch Bußgeld in Höhe von 719.397 Euro ein (2018: 797.894 Euro; -9,9 Prozent).

Gemessene Spitzengeschwindigkeit

Heinrich-Nordhoff-Straße (zulässig Tempo 60): 143 km/h

Berliner Brücke (Tempo 50): 131 km/h

Berliner Ring (Tempo 50): 119 km/h

Braunschweiger Straße (Tempo 50): 118 km/h

K 114 (Tempo 50): 118 km/h

B 188 (Tempo 50): 108 km/h

Von Florian Heintz

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