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Stadt Wolfsburg Behördengang online erledigen: Wie weit ist Wolfsburg bei der digitalen Verwaltung?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Behördengang online erledigen: Wie weit ist Wolfsburg bei der digitalen Verwaltung?
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06:00 13.08.2019
Ein Muster-Personalausweis steckt in einem speziellen Lesegerät: Auch in Wolfsburg werden in Zukunft viele Verwaltungstätigkeiten digital angeboten. Quelle: dpa-Zentralbild
Wolfsburg

Behördengänge sind zeitraubend und nervenzehrend. Die Digitalisierung der Verwaltung soll den Bürgern in Zukunft in vielen Fällen den Gang aufs Amt ersparen. Der Mausklick am Laptop vom Sofa aus ersetzt das Ziehen einer Wartemarke im Rathaus. Doch wie weit ist Wolfsburg bei der digitalen Verwaltung?

Wolfsburg schnitt bei Digitalisierungs-Ranking gut ab

Auch wenn noch Luft nach oben ist – bereits heute bietet die Stadt Wolfsburg eine ganze Reihe von Online-Dienstleistungen an, die den Bürgern jede Menge Zeit und Wege sparen. Das bestätigte kürzlich eine Studie der Unternehmensberatung Haselhorst Associates zur Digitalisierung der deutschen Städte. Die Untersuchung bescheinigte Wolfsburg im Bereich „Smart Government“ (digitale Verwaltung) einen Digitalisierungs-Status von 16 Prozent. Das klingt zunächst nicht überragend, allerdings kam die Studie auch zu dem Ergebnis, dass mehr als die Hälfte der deutschen Kommunen mit ihrer Digitalisierung noch nicht einmal begonnen hat. Dementsprechend landete die VW-Stadt in der Gesamtwertung auf Rang sieben.

Alle Bürgerdienste bis 2022 auch online

Eine bindende zeitliche Vorgabe auf dem Weg zur digitalen Verwaltung stellt auch für Wolfsburg das Onlinezugangsgesetz. Es wurde 2017 verabschiedet und sieht vor, dass Bund, Länder und Kommunen 575 Verwaltungsleistungen bis 2022 zur digitalen Erledigung anbieten. „Alle Dienstleistungen der Bürgerdienste müssen künftig sowohl digital als auch durch persönliche Vorsprache angeboten werden“, sagt Stadtsprecherin Monia Meier.

Wunschkennzeichen-Reservierung bald wieder verfügbar

Bereits heute stellt die Stadt online rund 150 Formulare zur Verfügung, die im besten Fall den Weg ins Rathaus komplett sparen. „Im Bereich der Bürgerdienste werden die Online-Terminvergabe und das Wunschkennzeichen am häufigsten in Anspruch genommen“, erläutert Meier. Wobei die Reservierung von Wunschkennzeichen aktuell nicht zur Verfügung steht, aber voraussichtlich ab September in neuer Form wieder angeboten wird.

Live-Chat mit Stadt-Mitarbeitern

Zu den weiteren Online-Services der Stadt Wolfsburg gehören unter anderem eine Smartphone-App zum Bezahlen der Parkgebühren, das Ausleihen elektronischer Medien in der Stadtbibliothek, die Buchung eines Sperrmülltermins übers Internet, die Online-Anmeldung in den Kitas über das Portal „Wolles Welt“, interaktive Schadensmeldungen und die Online-Urkundenanforderung. Unternehmen, Einzelhändler oder andere Interessierte können sich online über verfügbare Gewerbeflächen und Immobilien in Wolfsburg informieren. Wer will, kann außerdem per Live-Chat mit den Mitarbeitern des städtischen Service-Centers in Verbindung treten.

Weitere Verwaltungsdienstleistungen sollen folgen

Für weitere digitale Dienstleistungen hat die Stadt Wolfsburg teilweise schon einen konkreten Zeitplan. Frischgebackene Besitzer eines Autos in Wolfsburg sollen sich ab Oktober durch eine Online-Anmeldung den Besuch der Kfz-Zulassungsstelle sparen können. Dafür braucht es einen elektronischen Personalausweis. Bislang war übers Internet nur die Abmeldung oder die Wiederzulassung eines Fahrzeugs möglich. Die Online-Melderegisterauskunft will die Stadt voraussichtlich ab November ermöglichen. Wer auf einen neuen Personalausweis oder Reisepass wartet, soll den Status der Bearbeitung bald online abfragen können, gleiches gilt für die Zulassungsbescheinigung II nach Übersendung durch eine Bank. „Weitere Verwaltungsleistungen aus verschiedenen Verwaltungsbereichen werden folgen“, sagt die Stadtsprecherin.

Nach dem Umzug muss der Bürger auch künftig aufs Amt

Manche Verwaltungsdienstleistungen werden aber auch in Zukunft noch einen Gang zur Behörde erfordern. „Die persönliche Anwesenheit ist in jedem Fall dann erforderlich, wenn Fingerabdrücke abgegeben werden müssen“, erläutert Meier. Auch nach Umzügen müssen die Wolfsburger zunächst weiterhin bei der Meldestelle erscheinen, da dort ein aktueller Adressaufkleber auf den Personalausweis aufgebracht wird.

Von Florian Heintz

In Wolfsburg schlägt der Blitz häufig ein. 2016 war die VW-Stadt mit 331 in Niedersachsen auf Platz 2, 2017 waren es 363 Einschläge, 2018 waren es 327. Ein Blitz-Informationsdienst ortet die Einschläge auf 100 meter genau.

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