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Stadt Wolfsburg Bauprojekt am Schlesierweg geht voran
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Bauprojekt am Schlesierweg geht voran
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06:00 26.11.2018
Wohnen und Handel am Schlesierweg: So soll der Komplex nach der Fertigstellung Ende 2019 aussehen. Quelle: Neuland
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Laagberg

Das Bauprojekt auf dem Schlesierweg nimmt immer mehr Formen an. Der Spatenstich für den Komplex, in dem Einzelhandel, 65 Wohnungen und Arztpraxen geplant sind, war vor einem Jahr. Mittlerweile ist der Rohbau der Wohntürme fertig, der kombinierte Bereich Wohnen und Handel ist auch schon ziemlich weit, außerdem sind die Grundleitungen verlegt. Ende 2019 soll alles fertig sein, sagt die Neuland. Die Kosten liegen bei fast 30 Millionen Euro.

Gelände ist 12.000 Quadratmeter groß

Auf dem 12.000-Quadratmeter-Gelände auf dem Schlesierweg entstehen 65 Wohnungen, die zwischen 65 und 130 Quadratmetern groß sind. In den Wohntürmen gibt es 16 Rollstuhl gerechte Wohnungen. Weiterhin sind mehrere Arztpraxen geplant, es laufen schon Vermietungsgespräche mit Ärzten für die Praxisflächen, die individuell aufteilbar sind.

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Wohnen und Handel am Schlesierweg: Teile des Rohbaus stehen schon. Ende 2019 soll laut Neuland alles fertig sein. Quelle: Roland Hermstein

Außerdem entstehen auf dem Schlesierweg 3300 Quadratmeter Gewerbefläche – schon jetzt steht fest, dass ein Rewe-Markt und eine dm-Drogerie-Filiale kommen. „Neben Rewe und der dm-Drogerie wird im Erdgeschoss noch eine Apotheke angesiedelt sein“, sagt Neuland-Sprecherin Laura Heldt.

Heftige Diskussion um Bebauung

Um die Bebauung der Fläche hatte es heftige Diskussionen gegeben: Noch vor dem Baustart wurden gut erhaltene Fundamente des ehemaligen KZ-Lagers gefunden (WAZ berichtete). Die Überreste müssten unbedingt erhalten bleiben, forderten engagierte Bürger, aber auch Angehörige der ehemaligen Zwangsarbeiter. Deshalb ist eine Gedenkstätte auf der gegenüberliegenden Straßenseite zwischen Lidl-Markt und Tankstelle geplant.

Dort lagern jetzt auch die Fundamente. Ob in dem künftigen Baukomplex eine Gedenktafel oder etwas ähnliches an das ehemalige Lager erinnert, sei noch nicht genau geklärt. „Wir stehen mit der Stadt dazu im Austausch – es wird einen Ort des Gedenkens geben. Die konkreten Pläne dazu folgen“, erklärt Laura Heldt.

Von Sylvia Telge