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Stadt Wolfsburg Sonderausstellung im Automuseum: Meilensteine der Motorenentwicklung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Sonderausstellung im Automuseum: Meilensteine der Motorenentwicklung
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11:15 29.08.2019
„Generationswechsel. Der Quantensprung zu den neuen Wassergekühlten": Michael Willmann (links) und Eberhard Kittler in der neuen Sonderausstellung des Automuseums. Quelle: Foto: Boris Baschin
Wolfsburg

Das Automuseum eröffnete seine neue Sonder-Ausstellung „Generationswechsel – Der Quantensprung von den Luftgekühlten zu den neuen Wassergekühlten“ vor rund 100 geladenen Gästen am Donnerstagabend, ab Freitag ist die bemerkenswerte Schau dann noch bis zum 1. März 2020 zu sehen.

Ausstellung zeigt Motoren- und Fahrzeugtypen

Die Ausstellung zeigt die wichtigsten Fahrzeug-Modelle und ein Dutzend Motoren, die als Meilensteine der Motorenentwicklung angesehen werden können, aus der Zeit des Umbruchs vom Käfer zum Golf. „In der Ausstellung sind Motoren- und Fahrzeug-Prototypen zu sehen, die selbst für VW-Kenner neu sind, weil sie teilweise nie realisiert wurden. Die rein technische Seite wird durch persönliche Hintergrundgeschichten der Zeitzeugen quasi zum Leben erweckt.“, erklärt Eberhard Kittler, Vorstand der Stiftung AutoMuseum Volkswagen.

Interview mit dem Initiator Michael Willmann

Die WAZ sprach mit dem Initiator Michael Willmann, der von 1971 bis 2006 in der Motorenforschung und -entwicklung bei Volkswagen tätig war.

Herr Willmann, was ist das Besondere an diesem grundlegenden Umbruch vom Käfer zum Golf?

Anfang der siebziger Jahre befand sich Volkswagen in einer existenzbedrohenden Krise. Der Konzern stand kurz davor, die Gehälter nicht mehr zahlen zu können. Der Opel Kadett hatte den Käfer an der Spitze des deutschen Marktes verdrängt. In dieser Situation musste der Vorstand grundlegende Entscheidungen treffen. Es wurde beschlossen, kurzfristig den Käfer zu optimieren und mittelfristig die gesamte Fahrzeugpalette zu erneuern. In dieser Phase entstand eine ganze Reihe von spannenden Prototypen, von denen wir die wichtigsten hier erklären. Hinter jedem dieser Motoren stecken persönliche Geschichten von Konstrukteuren, Versuchsingenieuren und vielen mehr. Das ist doch spannend, wenn beispielsweise ein Ingenieur im Werksurlaub auf eigene Faust heimlich gegen die ausdrückliche Marschrichtung des Vorstands einen wassergekühlten Motor konstruierte, dafür sogar seine eigentlich geplante Hochzeit verschob.

Hier eine Bildergalerie zur neuen Sonderausstellung:

Wer sich für Technik interessiert, sollte die neue Motoren-Ausstellung im AutoMuseum Wolfsburg besuchen.

Inwiefern ist die Ausstellung auch für nachfolgende Generationen interessant?

Wenn man die Geschichte kennt, können Fehler vermieden werden. Es gibt so vieles, was bereits entwickelt wurde und dann doch verworfen werden musste. Gute Beispiele sind der Wankelmotor und der Zweitakt-Motor: Wider besseren Wissens wurde hier sehr viel Geld in den Sand gesetzt, nur einfach, weil man die Geschichte nicht kannte.

Zu der Ausstellung sollten Broschüren gedruckt werden. Der Motorbuch-Verlag Stuttgart fand das Projekt aber so interessant, dass hieraus sogar ein ganzes Buch entstanden ist…

Ja, zu der Sonderausstellung ist nun ein ganzes Buch verlegt worden. Das Buch erklärt anhand noch nie gezeigter Bilder und detailreicher Texte mit technischem Tiefgang, wie sich ein mutiges Projekt zum meistgebauten Motor aller Zeiten entwickelte.

Die neue Sonderausstellung.

Die Sonder-Ausstellung „Generationswechsel. Der Quantensprung zu den neuen Wassergekühlten“ ist vom 29. August bis 1. März 2020 im AutoMuseum zu sehen.

Öffnungszeiten: täglich (außer montags) von 10 bis 17 Uhr

Eintritt: 6 Euro

Die Ausstellung wird gefördert von der Stiftung Automuseum Volkswagen, unterstützt vom Freundeskreis der Stiftung AutoMuseum Volkswagen.

Das Buch „Generationswechsel. Der Quantensprung zu den neuen Wassergekühlten“ ist erschienen im Motorbuch-Verlag Stuttgart und an der Kasse des AutoMuseums erhältlich für 14,95 Euro, ab September auch im Buchhandel erhältlich.

Mehr Infos unter www.automuseum-wolfsburg.de.

Von Simone Willmann

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