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Stadt Wolfsburg Mehr Geld für Autohaus-Beschäftigte
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Mehr Geld für Autohaus-Beschäftigte
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15:00 02.10.2019
Neue Tarifverträge: Die Beschäftigten des Autohaus Wolfsburg und des Autohaus Kühl können sich über mehr Lohn freuen. Quelle: Volkswagen
Wolfsburg

Mehr Geld und ein früheres Eintrittsalter in den Ruhestand: Das sind die wichtigsten Punkte der neuen Tarifverträge, auf die sich jetzt die IG-Metall und zwei große regionale Autohäuser verständigt haben. Die Tarifverträge haben jeweils eine Laufzeit bis zum 31. August 2021.

Löhne steigen um gut 5 Prozent

Die rund 900 Beschäftigten des Autohaus Wolfsburg erhalten eine Lohnsteigerung in zwei Stufen: 2,5 Prozent ab Mai 2020 und weitere 2,4 Prozent ab Mai 2021. Die Entgelte der rund 500 Beschäftigten von Autohaus Kühl steigen in drei Stufen: 2,5 Prozent ab Mai 2020, weitere 0,5 Prozent ab Oktober 2020 und noch einmal 2,4 Prozent ab Mai 2021. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich in beiden Betrieben jeweils zum 1. Mai 2020 und 2021 um 32 Euro pro Ausbildungsjahr. Außerdem wird im Autohaus Kühl die Arbeitszeit auf eine 38-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich reduziert.

IG-Metall spricht von „Leuchtturm“

Von einer Vorbildfunktion für die anderen Autohäuser sprach IG-Metall-Verhandlungsführer Wilfried Hartmann. „Mit diesen Haustarifverträgen stehen wir hier als Leuchtturm in der Branche. Das Autohaus Wolfsburg und das Autohaus Kühl sind in der Region weit und breit die einzigen Kfz-Betriebe aus dem VW-Audi-Bereich, die ihre Beschäftigten nach ordentlichen Tarifen entlohnen“, sagte Hartmann.

Faire Verhandlungen

Die Geschäftsführer der beiden Unternehmen, Thorsten Kietzmann vom Autohaus Wolfsburg und Ralph Buchweitz vom Autohaus Kühl, lobten die fairen Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Unternehmen.

Vorgezogener Ruhestand wird ermöglicht

Als besonders gelungen bezeichneten die Betriebsräte Helge Fahr und Stephan Klages eine im Kfz-Handwerk bundesweit einmalige Regelung für ein früheres Ausscheiden in den Ruhestand. Die beiden Autohäuser seien im Kfz-Gewerbe die ersten Betriebe, die den Tarifvertrag zum „Ausgleich von Rentenabschlägen“ abgeschlossen hätten. Damit ist ein vorgezogener Ruhestand ohne größere Abschläge möglich.

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