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Stadt Wolfsburg Auswanderin Christina Possiel aus Hattorf bei „Goodbye Deutschland“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Auswanderin Christina Possiel aus Hattorf bei „Goodbye Deutschland“
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00:22 07.04.2019
Im Haus der Vox-Produktionsfirma wurden einige Szenen für Interviews mit den Protagonisten gedreht. Quelle: Privat
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Hattorf

Ihre Geschichte klingt ganz nach dem amerikanischen Traum: Christina Possiel aus Hattorf wanderte 2014 in den Sonnenscheinstaat Florida aus und eröffnete mit einem Geschäftspartner ein Burger-Restaurant. Der Betrieb lief erfolgreich, doch inzwischen gehen die beiden getrennte Wege – und Possiel startet jetzt ein zweites Mal in Florida neu durch. Der TV-Sender VOX berichtet in der Sendung „Goodbye Deutschland“ am kommenden Montag, 8. April (22.15 Uhr) über die Geschichte der 42-Jährigen.

Christina Possiel berät seit Kurzen deutsche Auswanderer

Possiel berät seit Kurzem deutsche Auswanderer, gibt ihnen Tipps und bietet Unterstützung bei bürokratischen Hürden. Die hat sie selbst zu Genüge kennengelernt. Die Bürokratie in den USA sei teilweise schlimmer als in Deutschland, so die Auswanderin. „Man darf dort ohne Genehmigung noch nicht mal eine Steckdose versetzen“, blickt sie auf ihre Erfahrungen mit dem Umbau des Burger-Restaurants zurück.

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„Ich habe wirklich viele Erfahrungen gesammelt“

„In den fünf Jahren in Florida habe ich wirklich viele Erfahrungen gesammelt und möchte mein Wissen nun teilen, um es anderen Menschen zu erleichtern“, so die Hattorferin. Zusätzlich möchte sie ihre Arbeitskraft als Restaurant-Assistenz und als Immobilien-Beraterin anbieten. Um sich einigermaßen über Wasser zu halten, hatte sie vor ihrem Neustart mehrere Jobs wie etwa Dogwalking (mit Hunden Gassi gehen) annehmen müssen. Der Hintergrund: Possiel und ihr Geschäftspartner Mike Lehnberg planten einen neuen, größeren Burger-Laden. Doch dann gab es Probleme. Der Umbau des Restaurants dauerte mehr als ein Jahr und kostete 100.000 Dollar mehr als ursprünglich geplant. Und dann blieb auch noch der erhoffte schnelle wirtschaftliche Erfolg aus.

Die Auswanderin hat Möbel und Autos verkaufen müssen

Und so wurde es schließlich finanziell eng für die Hattorferin. „Ich habe vieles verkaufen müssen: Auto und Möbel, habe meine Krankenversicherung gekündigt und meine Wohnung aufgegeben.“ Mittlerweile hat sie eine neue Wohnung in Fort Myers, dort lebt sie zusammen mit der Rottweiler-Dame Bonita. Und ihre neuen Jobs spannen sie voll ein.

Ende Januar war Possiel auf Heimatbesuch bei ihrer Mutter in Hattorf. Dabei hatte sie ein Filmteam von „Goodbye Deutschland“ begleitet und auch einige Aufnahmen in der Ortschaft gemacht. Die Szenen werden in der Sendung am Montag aber noch nicht zu sehen sein, sondern erst in der dritten Folge, der Ausstrahlungstermin ist derzeit noch nicht bekannt.

Possiel verrät: „In der zweiten Folge am Montag geht es darum, wie das zweite Restaurant angelaufen ist und was ich und mein ehemaliger Geschäftspartner über die damalige Situation denken.“

Das ist „Goodbye Deutschland“

„Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ ist eine Doku-Soap, die seit 2006 vom TV-Sender Vox ausgestrahlt wird. Manche Auswanderer werden über Jahre vom Fernsehsender begleitet, manche nur kurze Zeit. Bekannte Protagonisten der Sendung sind Konny Reimann, Chris Töpperwien und Daniela Katzenberger. Seit 2007 hat Vox die Sendezeit von „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“ verdoppelt. Der Kölner TV-Sender zeigt seitdem eine zweistündige Version der Sendung, in deren Mittelpunkt eine in sich abgeschlossene Auswanderergeschichte steht. Die Dokumentation wird montags um 20.15 Uhr ausgestrahlt, manchmal gibt es Doppelfolgen.

Von Michael Lieb