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Stadt Wolfsburg Austausch über die Zukunft der Landwirtschaft
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Austausch über die Zukunft der Landwirtschaft
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19:00 12.07.2019
Gespräch: Über die Zukunft der Landwirtschaft in Wolfsburg gab es jetzt ein Gespräch im Rathaus. Quelle: dpa
Wolfsburg

Wie steht es um die Zukunft der Landwirtschaft in Wolfsburg? Im Rathaus fand dazu jetzt ein Austausch zwischen hiesigen Landwirten und Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide statt. Ein wesentlicher Punkt: Die Anforderungen der Stadt für notwendige Ausgleichsflächen sollen künftig durch gemeinsame Aktivitäten angegangen werden.

Dazu wurde vereinbart, dass Stadtverwaltung und Landvolk durch beispielgebende Modelle versuchen, Ausgleichsflächen auch produktionsintegriert zu gestalten. Das bedeutet, dass eine weitere landwirtschaftliche Nutzung der zukünftigen Ausgleichsflächen für Artenschutzmaßnahmen, aber auch für die Versiegelung von Flächen ermöglicht werden soll.

Bestimmte Bedingungen für Betriebe

Die landwirtschaftlichen Betriebe müssten dann aber bestimmte Bedingungen einhalten, die vor allem den Artenschutz fördern sollen. Durch ein solches System soll der weitere Entzug landwirtschaftlicher Flächen für den mit der Bebauung erforderlichen Ausgleich reduziert werden.

Interessant in diesem Zusammenhang: die Landwirte im Stadtgebiet haben 2018 bereits 113 Hektar Blühflächen – auch zum Insektenschutz – auf den rund 8200 Hektar landwirtschaftlichen Flächen angelegt.

Bereits erfolgreiche Kooperation

Die Agrarumweltmaßnahmen (inklusive der Blühflächen) werden in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) konzipiert und bei der Landwirtschaftskammer beantragt. Die Kooperation zwischen Stadt Wolfsburg und Landwirtschaft wird für diesem Bereich bereits sehr erfolgreich vollzogen.

Weitere erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der UNB und der Landwirtschaft im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen gibt es bereits im Bereich Mühlenriede und Kötherwiesen. Die Stadt hat darüber hinaus auf 6.5 Hektar innerstädtischen Grünflächen auch Blühstreifen angelegt.

Verbesserung beim Nutzung der Wirtschaftswege

Diskutiert wurde auch über die Verbesserung der gegenseitigen Rücksichtnahme bei der Nutzung der Wirtschaftswege. Ein Großteil dieser Wege steht im Eigentum der Feldmarkinteressentschaften und somit im Eigentum der Landwirte.

Im Ergebnis wurde durch die Stadtverwaltung eingeschätzt, dass die Landwirtschaft auch in einer von steigender Wohnbebauung geprägten Stadt Wolfsburg eine wichtige Bedeutung behalten wird. Die Teilnehmer der Gesprächsrunde waren sich einig, dass der Austausch nach der Sommerpause fortgesetzt werden soll. Dann sollen auch erste Prüfergebnisse zu den vereinbarten Maßnahmen vorliegen. Ziel ist ein besseres Verständnis für die Landwirtschaft und die Erhöhung der Akzeptanz in einer wachsenden Stadt.

Von der Redaktion

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