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Stadt Wolfsburg Zurück in die 1960er: So entwickelte sich Wolfsburg zur Großstadt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Zurück in die 1960er: So entwickelte sich Wolfsburg zur Großstadt
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19:49 12.01.2020
Reges Interesse: Im Stadtmuseum schauten sich zahlreiche Besucher die Bilder der Ausstellung „Endlich Farbe im Leben – Wolfsburger Alltag in den 1960er Jahren“ an Quelle: Tim Schulze
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Nordstadt

Damit hatte niemand gerechnet: Mehr als 70 Menschen drängelten sich am Sonntagnachmittag im kleinen Eingangsbereich des Stadtmuseums in den Schlossremisen. Sie alle waren gekommen, um an der Führung zur Dauerausstellung und Sonderausstellung zum Thema „Diaschau. Wilhelm Marschners Wolfsburg-Fotos“ teilzunehmen.

Ehemalige Leiterin ist von der Zahl der Besucher überrascht

Bettina Greffrath, die ehemalige und inzwischen im Ruhestand befindliche Leiterin der historischen Museen, staunte nicht schlecht. „Mit so einer großen Resonanz haben wir nicht gerechnet“, erklärte sie und freute sich gleichzeitig über das große Interesse an der Führung. „Die Farben haben sie wahrscheinlich angelockt“, sagte sie in Bezug auf den Titel der Führung „Endlich Farbe im Leben“.

Farbige Bilder zeichnen realistisches Bild von Wolfsburg

Im Mittelpunkt der Ausstellung stand Wolfsburg in den Sechzigerjahren. „Die Stadt kennen wir aus dieser Zeit meistens nur in Schwarz-Weiß“, so Greffrath. Umso schöner sei es, dass die Sonderausstellung mit den Werken von Wilhelm Marschner diese Zeit in farbigen Bildern zeige.

Diese Bilder sind in der Ausstellung zu sehen – eine Fotogalerie:

Zum Thema „Endlich Farbe im Leben – Wolfsburger Alltag in den 1960er Jahren“ veranstaltete das Stadtmuseum eine Führung durch die stadtgeschichtliche Dauerausstellung.

Farbe sei aber auch zu jener Zeit ein dominantes Thema gewesen: mit Neonwerbung, farbigen Fassaden und einem bunten Kultur- und Freizeitangebot. Es sei, so Bettina Greffrath, eine Zeit des Aufbruchs gewesen. „Damals machte sich Wolfsburg auf den Weg zur Großstadt, die sie dann 1972 wurde.“

In Detmerode wurden Hochhäuser geplant

Anhand vieler Exponate aus der Dauerausstellung führte Greffrath die Besucher durch das Jahrzehnt. Es war die Zeit des 10 Millionsten Käfers, der Entstehung einiger Stadtteile und der Innenstadt. In Detmerode habe man besonders nach der Idee der großen Gemeinschaft geplant mit einerseits großen Hochhäusern und günstigen Wohnungen, sowie gleichzeitig flachen Bauten für den gehobenen Anspruch.

Einige Bauwerke dieser Zeit, geprägt von schlichter Schönheit, sind inzwischen schon aus dem Stadtbild verschwunden, wie etwa das Detmeroder Stufenhochhaus, das in jüngster Vergangenheit abgerissen wurde.

Dauerausstellung bietet Rückblick in die Porschestraße

Die Porschestraße war noch nicht so eng bebaut. Mit dem Rathaus und anderen Gebäuden seien schon in den Fünfzigerjahren hochmoderne Bauten entstanden. Das Ganze entfaltete eine ganz andere Wirkung in seiner Architektur auf den weiträumigeren Flächen.

Wilhelm Marschners Fotos bieten durch die Farbigkeit auch ein sehr lebendiges Bild dieser Zeit. Zum Beispiel auch den Marktplatz vor dem Rathaus, der damals noch ein völlig anderes Bild zeigte. „So viele Marktstände an einem Platz. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen“, betonte Bettina Greffrath.

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