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Stadt Wolfsburg Großes Interesse an „Museum für Werte“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Großes Interesse an „Museum für Werte“
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17:37 19.10.2018
Es geht um Werte: Im Kunstmuseum eröffnete die Ausstellung „Museum für Werte" Quelle: Sylvia Telge
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Stadtmitte

Die neue Ausstellung im Kunstmuseum ist eröffnet: Im „Museum für Werte“ sind keine Arbeiten von berühmten Künstlern zu sehen, sondern Objekte von Privatpersonen, die für die Werte Respekt, Freundschaft, Toleranz und Freiheit stehen. Viele der Leihgeber kamen am Donnerstagabend zur Eröffnung.

Darunter sind vier Freundeskreis-Vorstandsmitglieder, die erklärten, warum sie gerade diese Gegenstände für die Schau wählten: Dr. Maresa Wischenbart-Backhaus erklärte die Geschichte, um eine Schale, die ihr eine Frau schenkte, die sie als Mentorin gefördert hatte, Dr. Hans-Joachim Throl berichtete vom Besuch des Theaterstückes „Nathan der Weise“, das für ihn bis heute für Toleranz stehe.

Die neue Ausstellung "Museum für Werte": Auch ein Bauernhof gehört zu den Objekten. Quelle: Sylvia Telge

Freiheit verbindet Vorstandsmitglied Sitta Waitz mit einem Bauerhof, deshalb stellte sie einen Spielzeug-Hof aus ihrer Kindheit für die Ausstellung zur Verfügung. Auf einem Bauerhof sei das Leben „frei von Hierarchien“. Die Leihgabe von Ilona Schnellecke, Ehefrau des ehemaligen Oberbürgermeisters, ist eine Bernsteinkette ihrer Tante Rosa, die sie zur Erstkommunion bekam. „Meine Freude darüber war nicht besonders groß“, gestand Ilona Schnellecke. Erst von ihrer Mutter erfuhr sie, was für ein Schatz die Kette ist: Es war das Geschenk von Tante Rosas Verlobten, der im Krieg gefallen war.

Hinter all den 60 Objekten der Ausstellung steht eine Geschichte. Die Initiatoren vom „Museum für Werte“ trafen mit der Schau einen Nerv der Zeit – und großes Besucherinteresse. Bei der Premiere 2017 in Berlin, dachten sie zuerst, niemand würde kommen, „nach zwei Stunden mussten wir die Ausstellung dicht machen, weil es so voll war“, freut sich Jan Stassen.

Von Sylvia Telge