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Stadt Wolfsburg Aufruf an IG-Metall-Rentner bei Ehrung
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Aufruf an IG-Metall-Rentner bei Ehrung
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13:38 28.04.2019
IG Metall: Die Geschäftsführung dankte den Treuesten aus Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Jubilare hatte die IG Metall Wolfsburg am Samstag in den CongressPark eingeladen: Alle halten der Gewerkschaft seit 40, 50, 60 und sogar 70 Jahren die Treue. Zur Feier erschienen rund 670 der fast 3000 langjährigen Mitglieder aus Wolfsburg, Gifhorn und Helmstedt

Einige sind seit 1949 dabei

Mit dabei: Fritz Blumenstein, Arnold Brandt, Siegfried Jonas, Horst Hans Linß, Horst Seifert und Artur Schulz – sie traten schon 1949 ein. Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, dankte allen Gästen: „Ihr habt ermöglicht, was wir erreicht haben.“ Rund 90.000 Mitglieder gehören zur IG Metall-Geschäftsstelle. Für die Rentner unter ihnen biete man Arbeitskreise mit politischen Infos und kulturellen Inhalten, Beistand vor dem Sozialgericht – und Kampf „für Rente, die den Lebensstandard auch im Alter sichern soll“.

Umbau der industriellen Produktion

Die Festrede hielt Thorsten Gröger, Bezirksleiter des IG-Metall-Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Der gelernte Werkzeugmacher lobte die Solidarität: „Das Mitbestimmungsmodell habt ihr erkämpft und verteidigt.“ Solidarität sei aber auch und gerade in der heutigen Zeit gefordert, „wenn wir wollen, dass aus technischem Fortschritt sozialer Fortschritt wird“. Im Kampf für den „sozialen, ökologischen und demokratischen Umbau der industriellen Produktion“ rief er zur Teilnahme an einer Kundgebung am 29. Juni in Berlin am Brandenburger Tor auf. Motto: „Fairwandel“. Spontanen Applaus gab es unter anderem für Grögers Forderung, die Arbeitsbedingungen für Kollegen im Osten Deutschlands anzugleichen, für die eine 38-Stunden-Woche gilt, während im Westen 35 Stunden Usus sind. „Es ist eine Frage der Gerechtigkeit und des Zusammenhalts.“ 

Im Anschluss amüsierte der niederländische Kabarettist und Entertainer Robert Kreis die Gäste mit Perlen der Kleinkunst aus den 1920er und 30er Jahren.

Persönliche Erfahrungen

Von seiner ganz persönlichen IG-Metall-Geschichte erzählte am Rande Arnold Brandt. Der 90-Jährige trat am 1. Mai 1949 als Lehrling bei Volkswagen in die IG Metall ein. „Wir waren eine kleine Gruppe in der Gewerkschaftsjugend“, erinnert er sich. „Auf der Insel Langeoog hatte die Gewerkschaft ein Zeltlager mit Armeezelten organisiert. Ich kam aus Ostpreußen und war völlig mittellos – das war für mich eine schöne Möglichkeit, in die Ferien zu fahren.“ Brandt arbeitete zunächst als Betriebselektriker im alten Kraftwerk von Volkswagen, später als technischer Angestellter in der Forschung und Entwicklung. „Mit der Gewerkschaft ging es immer vorwärts“, sagt er. „Die Arbeitszeit wurde immer weiter verkürzt. Mit 59 Jahren habe ich die Vorruhestandsregelung von VW angenommen. Es war eine gute Zeit!“

Von Andrea Müller-Kudelka

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