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Stadt Wolfsburg Auch Gemeinde-Unfallversicherung untersucht Tod des Krippenkindes
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Auch Gemeinde-Unfallversicherung untersucht Tod des Krippenkindes
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12:18 09.05.2019
Beileidsbekundungen am Unfallort in Nordsteimke: In den kommenden Wochen wird die Frage untersucht, wie es zu der Tragödie kommen konnte. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Wie konnte es zu dem tragischen Unfall des später verstorbenen Krippenkindes auf dem Spielplatz am Spiebusch in Nordsteimke kommen? Diese Frage steht in den kommenden Wochen im Fokus.

Während die Stadt ein externes Gutachten zur Spielplatzsicherheit – insbesondere in Bezug auf das nahegelegene Regenrückhaltebecken – in Auftrag gegeben hat, läuft inzwischen das Verfahren gegen die vier Erzieherinnen, die zum Unfallzeitpunkt die Aufsicht über die Krippenkinder hatten. „Die Staatsanwaltschaft hat von amtswegen her ein Verfahren eingeleitet. Die Erzieherinnen besitzen daher derzeit den Status von Beschuldigten wegen fahrlässiger Tötung“, informiert Polizeisprecher Henrik von Wahl auf WAZ-Nachfrage.

„In solchen Fällen ist das üblich“

Das hat allerdings nicht unbedingt etwas zu heißen. „Dabei handelt es sich um eine Routinemaßnahme. In solchen Fällen ist das üblich“, erklärt die Erste Staatsanwältin Julia Meyer. Mit den Ermittlungen ist die Wolfsburger Polizei betraut. Bis erste Ergebnisse vorliegen, wird es allerdings wohl noch einige Wochen dauern. „Momentan gilt es, Termine mit allen Beteiligten zu vereinbaren. Dabei geht es auch um die Frage, ob sich die Erzieherinnen anwaltlich vertreten lassen“, erläutert von Wahl.

Polizei und Staatsanwaltschaft sind indes nicht die einzigen, die den Vorfall unter die Lupe nehmen. Auch der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH) wird Untersuchungen durchführen. „Wir schauen uns solche Fälle genau an. Unsere Aufsichtspersonen werden untersuchen, wie dieser tragische Unfall passieren konnte. Gab es Mängel oder Verfehlungen oder lag sogar eine Aufsichtsverletzung vor?“, erklärt GUVH-Pressesprecher Peter Schöps die Vorgehensweise in solchen Fällen.

„Da muss immer der Einzelfall genau betrachtet werden“

Für die betroffenen vier Erzieherinnen gelte zunächst einmal der Haftungsausschluss. „Die Berufsgenossenschaft tritt erst mal ein, um den Fall zu entschädigen, zum Beispiel um die Kosten für die medizinischen Leistungen zu übernehmen“, erläutert Schöps. Sollte sich jedoch herausstellen, dass grob fahrlässig gehandelt wurde, gebe es auch die Möglichkeit in Regress zu gehen. Schöps: „Dann könnten theoretisch die Kosten auch auf einzelne Personen umgelegt werden.“

Wann eine Verletzung der Aufsichtspflicht und fahrlässiges Handeln vorliegt, sei aber pauschal schwer zu sagen. „Da muss immer der Einzelfall mit allen seinen Umständen genau betrachtet werden“, stellt Schöps klar. Mit der Tragödie in Wolfsburg vergleichbare Fälle kennt er nicht: „Soweit ich zurückdenken kann, ist so etwas zum Glück noch nicht passiert.“

Lese Sie dazu auch unser Interview mit Dagmar Huhnholz von der Trostinsel des Hospiz Wolfsburg: Was tun, wenn ein Kind stirbt?

Von Steffen Schmidt

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