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Stadt Wolfsburg Anwohner ärgern sich über Platanen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Anwohner ärgern sich über Platanen
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06:00 28.05.2019
Anwohner ärgern sich über Platanen: (v.l.) Ruthild Tilllmann, Irmgard Ristau, Ilse Weber und Susanne Kraekel. Quelle: Britta Schulze
Detmerode

Das ist ein Schildbürgerstreich: Anwohner von Kurt-Schumacher-Ring und Karl-Arnold-Ring ärgern sich seit Jahrzehnten über Platanen vor ihren Häusern. Denn die Wurzeln der Bäume verstopfen Versorgungsleitungen und haben immer wieder für Überschwemmungen in Kellern gesorgt. Einige Bäume wurden deshalb nach massivem Druck der Bewohner Anfang des Jahres entfernt, einige Wochen später wurde ein neuer Baum an der Ecke Kurt-Schumacher-Ring/Karl-Arnold-Ring gepflanzt: eine junge Platane.

Die Wurzeln der Bäume beschädigen die Rohre

„Wir haben unseren Augen nicht getraut“, sagt Anwohnerin Ruthild Tillmann. Sie und ihre Nachbarn wollen, dass das neu gepflanzte Bäumchen wieder verschwindet und haben das der Stadt auch sofort mitgeteilt. „Wir wissen, wie schnell aus einer kleinen Platane großer Ärger entsteht“, sagt Anwohnerin Susanne Kraekel. Die Wurzeln graben sich in die morschen Rohre aus Ton, sie verstopfen sie, außerdem fliegen die Blätter in die Dachrinnen und verstopfen die dann ebenfalls.

Die Platanen wachsen so schnell

Die Platanen wachsen so schnell, dass sie mit ihren wuchernden Wurzeln die Bürgersteige so stark beschädigen, dass Leute mit Rollator Probleme haben, dort lang zu gehen. Die Anwohner waren deshalb so froh, als die Platanen im Karl-Arnold-Ring gefällt wurden. „Wir möchten hier gar keine Bäume mehr haben, wir hatten nur Ärger damit“, ärgern sich Irmgard Ristau und Ilse Weber. Blumen seien eine viel bessere Alternative.

Stadt übernahm die Kosten für die Reparatur

Das Problem mit den Platanen gab es bereits in den 80ern. Schnell stellte sich heraus, dass die aggressiven Wurzeln der Platanen die Ursache für verstopfte Rohre und Überschwemmungen waren. Die Stadt habe laut Tillmann versucht, das Problem abzuwiegeln, übernahm dann aber bei ihr die Kosten, wenn wieder mal Wurzeln aus den Rohren gefräst werden mussten. Auch an der Hälfte der Kosten für neue Leitungen beteiligte sich die Stadt. „Damit räumt sie doch ein, dass die Wurzeln schuld sind, sonst würden sie nicht zahlen“, sagt die engagierte 80-Jährige. Auch diesmal will sie mit ihren Nachbarn nicht locker lassen: Die Platane muss weg.

Im unmittelbaren Umfeld stehen schon Platanen

Die Stadt begründet die Entscheidung, wieder am alten Standort eine Platane zu pflanzen, so: Im unmittelbaren Umfeld würden bereits Platanen stehen, „deshalb ist eine Platane hier für das Gesamtbild und in Anbetracht der restlichen Standortfaktoren am geeignetsten“, erklärt Pressesprecher Ralf Schmidt.

Eine Beeinträchtigung der angrenzenden Wohnhäuser „wird hier nicht gesehen“. Dass hätten Grabungen im Karl-Arnold-Ring ergeben, heißt es von Seiten der Stadtverwaltung.

Von Sylvia Telge

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