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Stadt Wolfsburg Anwalt will Wolfsburger IS-Kinder aus syrischem Lager holen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Anwalt will Wolfsburger IS-Kinder aus syrischem Lager holen
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22:27 15.05.2019
Dirk Schoenian: Der Rechtsanwalt aus Hannover will die Bundesregierung zwingen, junge Wolfsburger zurück aus Syrien zu holen. Quelle: dpa
Wolfsburg

Mit Hilfe des Verwaltungsgerichts Berlin will der hannoversche Rechtsanwalt Dirk Schoenian die Bundesregierung zwingen, mehrere Kinder aus einem syrischen Flüchtlingslager nach Deutschland zu holen. Darunter auch eine junge Wolfsburgerin mit ihren drei Kindern.

Die Bundesregierung komme ihrer völkerrechtlichen Verpflichtung nicht nach

„Ich vertrete vier Familien mit insgesamt zehn kleinen Kindern“, sagte Schoenian am Mittwoch der WAZ. „Die Kinder sind zwischen einem und sieben Jahre alt.“ Alle seien deutsche Staatsbürger und befänden sich im syrischen Flüchtlingslager Al Hol. Doch die Bundesregierung komme ihrer völkerrechtlichen Verpflichtung nicht nach, deutsche Staatsbürger zurück nach Deutschland zu holen. „Ausgerechnet Kinder“, sagt Schoenian. Die hätten sich strafrechtlich natürlich noch nichts zu Schulden kommen lassen.

Es handelt sich um Kinder von IS-Kämpfern, die aus Kriegsgebieten geflohen sind

Laut dpa handelt es sich um Kinder von IS-Kämpfern, die aus Kriegsgebieten geflohen sind. Auch die Wolfsburgerin – „ein junges Mädchen“ – sei deutsche Staatsbürgerin und in Deutschland geboren. Ihre Kinder seien anderthalb, fünf und sieben Jahre alt – „auch deutsche Staatsbürger“, betont der Anwalt. Die Großeltern hätten ihn beauftragt, so Schoenian, ihre Schwiegertochter und ihre drei Enkelkinder zurück nach Wolfsburg zu holen. Über den Werdegang der Wolfsburgerin und ihrer Kinder könne er noch nichts genaues sagen, noch habe er nicht alle Akten vorliegen. Sein Ziel: Innerhalb der nächsten 14 Tage will er dem Verwaltungsgericht Berlin einen Antrag auf Rückholung vorlegen.

Weitere Fälle in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt

Den klarsten der vier Fälle habe er vorgezogen: zwei Waisenkinder aus Baden-Württemberg. Die Mutter der vier- und knapp zweijährigen Mädchen sei eine aus Baden-Württemberg stammenden IS-Anhängerin, die bei Kämpfen um die letzte IS-Bastion in Baghus ums Leben gekommen sein soll. In einem weiteren Fall gehe es um eine Mutter aus Sachsen-Anhalt und ihre drei Kinder. Sein Ziel sei es, so Schoenian, die Bundesregierung dazu zu zwingen, ihrer völkerrechtlichen Verantwortung nachzukommen und die jungen deutschen Staatsbürger in ihre Heimat zu holen.

Von Carsten Bischof

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