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Stadt Wolfsburg Angeschossener Schäferhund in Vorsfelde: Wer ist jetzt zuständig?
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Angeschossener Schäferhund in Vorsfelde: Wer ist jetzt zuständig?
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16:35 27.09.2019
Verletzt und auf der Flucht: Die Polizei geht zwar Hinweisen zu dem Schäferhund nach, kommt aber jedes Mal zu spät. Quelle: Archiv
Vorsfelde

Der Schäferhund, den die Polizei am Sonntag, 22. September, angeschossen hat, ist immer noch nicht wieder eingefangen worden. Die Polizei guckt zwar nach, wenn jemand eine Sichtung meldet. Doch sehen die Beamten keine Notwendigkeit, einen Spezialisten zu beauftragen.

Am Donnerstagvormittag hätten zwei Menschen angerufen, die den Hund gesichtet hätten, berichtet Polizeisprecher Claus, zuletzt habe sich ein Landwirt aus Wenschott gemeldet. „Wir sind daraufhin natürlich rausgefahren, hatten aber keinen Erfolg.“

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Der Schäferhund war am Sonntag auf zwei Polizisten losgegangen, als diese sich seinem betrunkenen Herrchen näherten. Daraufhin hatte einer der Beamten einen Schuss auf den Hund abgefeuert.

Auf Facebook waren zuletzt Stimmen laut geworden, die von der Polizei forderten, einen Spezialisten zu beauftragen. Sogenannte „Pettrailer“ ziehen zum Beispiel mit eigenen Spürhunden los, die anhand einer Leine oder Decke die Fährte des entlaufenen Hundes aufnehmen können.

Doch erstens liegen der Schuss und die Flucht schon so lange zurück, dass es schwer werden dürfte, noch eine Fährte aufzunehmen. Und zweitens rät Tierfang-Experte Heino Krannich aus Wittingen, den Wolfsburger wegen des Schäferhunds schon angerufen und um Rat gefragt haben, davon ab: „Mit einem Suchhund ist noch nie ein mobiler Hund gefunden worden.“ Die Sichtungen zeigten, dass der Hund sich noch viel bewege und deshalb von einem Pettrailer höchstens vertrieben werden würde.

„Dieses Tier kann gefährlich werden“

Gleiches gelte für alle Laien, die nun loszögen, um den Hund auf eigene Faust einzufangen. Außerdem sollten alle wissen: „Dieses Tier kann gefährlich werden. Wenn es sich in die Ecke getrieben fühlt, reagiert es in Todesangst.“ Und der Schäferhund habe schon vor dem Schuss eine ordentliche Grundaggressivität bewiesen.

Mehr Sinn mache da schon die Aktion von Frank Frieske. Der Sülfelder hatte an mehreren Stellen Futter platziert und will eine Lebendfalle aufstellen, sobald er weiß, welche Futterstelle der Hund anläuft.

Wenn es nach Heino Krannich ginge, müsste ein Experte mit Narkosegewehr in Vorsfelde sitzen und darauf warten, dass ihm eine Sichtung gemeldet wird. Das jedoch vereitle das Waffengesetz, beklagt sich Krannich. Er selbst setzt inzwischen nur noch Blasrohre ein, doch die funktionierten nur auf kurze Distanz und dann, wenn das Tier stillhalte.

Polizei wird nicht selbst aktiv

Vorerst tut Krannich allerdings gar nichts, denn niemand hat ihn oder einen anderen professionellen Fänger beauftragt. Die Polizei sieht sich nicht in der Pflicht, selbst einen Spezialisten zu kontaktieren: „Dafür müsste von dem Hund eine erhebliche Gefahr ausgehen“, sagt Polizeisprecher Claus.

Von Frederike Müller

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