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Stadt Wolfsburg Afghane soll Afrikaner mit Eisenkette ins Gesicht geschlagen haben
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Afghane soll Afrikaner mit Eisenkette ins Gesicht geschlagen haben
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08:00 28.11.2019
Körperverletzung vor Gericht: Widersprüchliche Aussagen hätten das Verfahren fast noch in die Länge gezogen. Quelle: Sebastian Bisch (Archiv)
Wolfsburg

Einen in mehrfacher Hinsicht komplizierten Fall hatte das Amtsgericht Wolfsburg am Mittwoch zu verhandeln: Bei einer Auseinandersetzung soll ein aus Afghanistan stammender 20-Jähriger einem 19-jährigen Afrikaner mit einer Eisen- oder Fahrradkette im Gesicht verletzt und ihm anschließend ein Handy gestohlen haben. Der Vorfall ereignete sich laut Anklage am 26. September vergangenen Jahres in der Tischlerstraße. Das Opfer verlor einen Zahn und erlitt eine Platzwunde.

Vor Gericht verwickelte sich das vermeintliche Opfer jedoch in Widersprüche, was zumindest teilweise sprachlichem Unverständnis geschuldet zu sein schien.

Letztlich stellte das Gericht das Verfahren unter der Auflage ein, dass der Angeklagte den Erlös aus 100 gemeinnützigen Arbeitsstunden (5 Euro Stundenlohn) dem Opfer als zivilrechtlichem Schadenersatz zahlt.

Unklare Zeugenaussagen machen Wahrheitsfindung schwierig

Zunächst hatte der afghanische Angeklagte mithilfe einer Dolmetscherin seine Sicht der Dinge geschildert: Angeblich sei er von einem Bekannten des Afrikaners mit einer Fahrradkette auf den Oberkörper geschlagen worden. Die Ursache der Auseinandersetzung blieb auch nach Aussagen beider Parteien unklar: Angeblich sei es um die Herausgabe von deponiertem Eigentum (einem Laptop, einer Musikbox und einem Anzug) vom Mitbewohner des vermeintlichen Täters gegangen.

Das angebliche Opfer behauptete jedoch genau das Gegenteil, nämlich dass nur er selbst geschlagen worden sei – und zwar mit Fäusten, an denen der vermeintliche Täter jedoch einen markanten Ring getragen habe, der zu erheblichen Verletzungen in seinem Gesicht geführt habe.

Von einer „Eisenkette“, die im damaligen polizeilichen Vernehmungsprotokoll genannt worden war, sei nie die Rede gewesen, behauptete er in gebrochenem Deutsch.

Angeklagter leistet Arbeitsstunden freiwillig am Wochenende

Nachdem das Gericht zunächst eine Unterbrechung des Verfahrens zwecks Fortsetzung mit einem Dolmetscher für das vermeintliche Opfer angedacht hatte, konnten sich die Parteien jedoch abkürzend auf die Einstellung des Verfahrens gegen Auflage von 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit einigen.

Da der Angeklagte – seit zwei Wochen frisch gebackener Familienvater – derzeit zwei Tage pro Woche arbeitet und drei Tage pro Woche zur Schule geht, bot er kurzerhand an, diesen Arbeitsdienst auch am Wochenende ableisten zu können.

Von der WAZ-Redaktion/swi

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