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Stadt Wolfsburg Polizisten mit schusssicheren Westen: Mitglieder eines Familienclans vor Gericht
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15:47 06.12.2019
Amtsgericht: Vater und Sohn waren angeklagt wegen gefährlicher Körperverletzung. Quelle: Sebastian Bisch
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Wolfsburg

Mit schusssicheren Westen begleiteten Polizisten einen Prozess am Amtsgericht am Freitag: Angeklagt waren Vater (47) und Sohn (26) einer Großfamilie, die zum Teil in Isenbüttel (Gifhorn) lebt. Der gesamte Clan saß im Saal und begrüßte die Angeklagten – der 47-Jährige musste Handschellen tragen – mit großem Bahnhof. Dabei gab’s keinen Grund zum Jubeln: Das Duo hatte einen Wolfsburger zusammengeschlagen – angeblich um die Familienehre zu retten...

Spielhalle in der Poststraße: Dort begann der Streit

Die Männer gerieten am 19. Juli 2018 in einer Spielhalle in der Poststraße in Streit mit einem Wolfsburger (35): Er habe zu laut auf die Tasten des Spielautomaten gedrückt und im Verlaufe des Zoffs die Angeklagten und ihre Familie beleidigt.

Als der 35-Jährige die Spielhalle verließ, verfolgten sie ihn mit drei weiteren Männer erst zu Fuß, dann mit dem Auto. Als sie den Mann eingeholt hatten, zwangen sie ihn, niederzuknien und schlugen dann zu fünft auf ihn ein. „Mein Mandant hat sich dazu hinreißen lassen, ein, zwei, vielleicht auch drei Mal zuzuschlagen“, erklärte der Verteidiger des Vaters. Das Opfer erlitt Platz- und Schürfwunden an Kopf, Oberkörper und Knie.

Amtsgericht: Vater und Sohn legten Geständnis ab

In der Gerichtsverhandlung am Freitag zeigten sich die Angeklagten, die beide arbeitslos sind, aber nicht Hartz IV beziehen, geständig. Die Namen ihrer drei Mittäter verrieten sie nicht. Kurz vor Prozessbeginn haben Vater und Sohn 1250 Euro Schmerzensgeld an das Opfer überwiesen. Hierzu hatten ihnen ihre drei Verteidiger geraten. „Damit haben Sie alles getan, was notwendig ist, um die Sache ins rechte Licht zu rücken“, sagte ein Verteidiger. Dass sie auf den Mann einprügelten, lag daran, dass sie „die Familienehre“ verteidigt haben.

Somit fiel dann auch das umfangreiche Vorstrafenregister des 47-Jährigen nicht weiter ins Gewicht, weil es sich vorwiegend um Betrugsfälle, nicht um Gewaltverbrechen gehandelt habe. Weil der Vater einen vorherigen Gerichtstermin versäumt hatte und deshalb ein Haftbefehl gegen ihn vollstreckt worden war, wurde er zum Prozess in Handschellen aus der JVA Braunschweig vorgeführt. Am Ende bekamen die Männer wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung acht bzw. sechs Monate auf Bewährung.

Von swi

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