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Stadt Wolfsburg Schlägerei vor Disko: 19-Jähriger zertrümmert Kumpel das Gesicht
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Schlägerei vor Disko: 19-Jähriger zertrümmert Kumpel das Gesicht
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08:50 24.01.2020
Schlägerei: Ein 19-Jähriger steht wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht. Quelle: dpa
Wolfsburg

Wegen gefährlicher Körperverletzung muss sich seit Mittwoch ein 19-jähriger in Kasachstan geborener Wolfsburger vor dem Amtsgericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, einen 21-Jährigen bei einer Schlägerei vor einer Disko in der Innenstadt das Gesicht zertrümmert zu haben. Das Opfer trug schwerste Verletzungen davon. Doch weil auch ein weiterer Kumpel schon zuvor auf ihn eingeschlagen hatte, scheinen der Justiz nun die Hände gebunden zu sein.

Vier junge Männer fuhren in die Diskothek

Aber zuerst zu den Fakten: In der Nacht zum 9. März 2019 fuhren vier junge Männer, alle Anfang 20, gemeinsam zu der Diskothek. Im Laufe der Nacht kam es dann zum Streit zwischen den Freunden: einem 22-jährigen Baden-Württemberger, der damals noch in Wolfsburg wohnte, und seinem Freund und Arbeitskollegen, dem späteren Opfer. Laut Zeugen habe das 21-jährige Opfer seinen Kumpel zur Rede stellen wollen, ob derjenige Drogen konsumiert habe. Daraufhin habe der Baden-Württemberger dem Jüngeren derart heftig mit der Faust ins Gesicht geschlagen, dass beide zu Boden gingen.

Kumpel hat beiden Streithähnen eine Backpfeife verpasst

Nachdem ein dritter Kumpel dazwischengegangen sei, ihnen auch noch jeweils eine Backpfeife gegeben habe, um die Streithähne auseinanderzubringen, habe jedoch auch noch ein vierter Kumpel, der 19-jährige Angeklagte, höchst aggressiv auf den 21-jährigen Wolfsburger eingeschlagen. Erst dann habe das verletzte Opfer über einen Zaun flüchten können, sei zum nächstbesten Polizeiauto gelaufen, über das dann ein Krankenwagen herbeigerufen wurde.

Oper erlitt Nasenbein- und Jochbogenfraktur

Neben einem gebrochenen Nasenbein- und Jochbogenfraktur erlitt der 21-Jährige auch multiple Frakturen in beiden Oberkieferhöhlen. Durch die OPs leidet er bis heute unter Schmerzen, Taubheitsgefühlen und Ausfallerscheinungen im Gesicht.

Beschuldigte sagen, sie haben mit der flachen Hand zugeschlagen

Dementsprechend wurde sowohl gegen den Baden-Württemberger als auch gegen den 19-jährigen Wolfsburger Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Beide Beschuldigte behaupten jedoch von sich, sie hätten nur mit der flachen Hand, nicht mit der Faust geschlagen.

Und somit wird es nun schwierig für die Justiz: Kann das Gericht nicht zweifelsfrei herleiten, durch wessen Schläge die Verletzungen verursacht wurden, kann es auch keinen der Täter verurteilen. Auch konnten die beiden Täter nicht der „gemeinschaftlichen gefährlichen Körperverletzung“ angeklagt werden, weil hierfür ein gemeinsamer Tatentschluss hätte gefasst werden müssen. Da sie aber nacheinander unabhängig voneinander auf das Opfer einschlugen, kam das Gericht am Mittwoch noch zu keinem Urteil, sondern forderte zunächst ein Sachverständigen-Gutachten an. Fortsetzung folgt, Termin noch ungewiss...

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Von swi

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