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Stadt Wolfsburg Bewährungsstrafe für randalierenden Sudanesen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Bewährungsstrafe für randalierenden Sudanesen
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00:21 06.04.2019
Acht Monate auf Bewährung: Ein Sudanese wurde nach einer Randale-Nacht jetzt am Amtsgericht verurteilt. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Im Februar des vergangenen Jahres rastete ein Sudanese (22) in der Asylbewerber-Unterkunft in Ehra-Lessien aus und verletzte dabei Mitbewohner, das Sicherheitspersonal und sogar zu Hilfe gerufene Polizei-Einsatzkräfte. Hierfür musste er sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht Wolfsburg verantworten. Dieses verurteilte ihn wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte zu acht Monaten Freiheitsstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden.

Der Angeklagte trank nach eigenen Angabe zwei Falschen Vodka

Der Angeklagte hatte am Abend des 24. Februar 2018 in der Asylbewerber-Unterkunft Ehra-Lessien reichlich Alkohol getrunken – nach eigenen Angaben zwei Flaschen Wodka. Die von der Polizei am Ende der Randale-Nacht gemessene Blutalkoholkonzentration betrug 1,78 Promille. Nachdem er zunächst fröhlich mit anderen Bewohnern und dem Sicherheitspersonal zusammengesessen hatte, rastete der Sudanese plötzlich aus: „Er ist von jetzt auf sofort durchgedreht. Er fing an herum zu schreien und warf eine Tasse quer durch den Raum. Sowas habe ich noch nie erlebt. Als ob er plötzlich ein anderer Mensch wäre“, berichtet eine 24-Jährige, die damals zum Sicherheitspersonal gehörte. „Dann fing er an, mit Fahrrädern und Holzbänken nach uns zu werfen. Er griff sich einen Mülleimer-Deckel aus Metall und verletzte einen anderen Mitbewohner, der eigentlich nur schlafen gehen wollte. Plötzlich holte er ein Messer und würgte mich mit meinem Schal, so dass ich Todesangst hatte.“ Seit dem Vorfall ist die Frau derart traumatisiert, dass sie in diesem Beruf nicht mehr arbeiten kann.

Auch die Polizei konnte den Mann nicht beruhigen

Auch die herbeigerufene Polizei hatte Schwierigkeiten, den Angreifer zu beruhigen. Ein Polizeibeamter wurde durch ein nach ihm geworfenes Fahrrad verletzt, ein weiterer Polizist erlitt Prellungen am Arm, als er einen Angriff auf sein Gesicht mit einem Mülleimer-Deckel aus Metall abwehren musste. Erst dank weiterer Verstärkung konnte der Randalierer mit vier Polizisten zu Boden gedrückt und festgenommen werden.

Da der Angeklagte bisher in Deutschland nicht straffällig geworden war und die Tat in einem Zustand verminderter Schuldfähigkeit begangen hat, wurde die Freiheitsstrafe von acht Monaten zur Bewährung ausgesetzt.

Von der Redaktion/swi