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Stadt Wolfsburg Wirbel um AfD-Forderung: Hitzige Debatte um behindertengerechte Spielplätze in Wolfsburg
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Wirbel um AfD-Forderung: Hitzige Debatte um behindertengerechte Spielplätze in Wolfsburg
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11:52 03.12.2019
Streitpunkt Kinderspielplätze: Die AfD will einen komplett behindertengerechten Spielplatz, die anderen Parteien wollen lieber alle Spielplätze nach und nach umwandeln. Quelle: Uwe Zucchi/dpa
Wolfsburg

Die AfD versucht, einen behindertengerechten Spielplatz für Wolfsburg zu beantragen. Im Jugendhilfeausschuss hat das Anliegen jedoch für einigen Wirbel gesorgt, als die anderen Parteien den Antrag ablehnten.

Rollstuhlschaukeln und niedrige Basketballkörbe

Der Antrag sah vor, einen eigenen Spielplatz für beeinträchtigte Kinder einzurichten. Rollstühle sollten hier fahren und sogar schaukeln können, außerdem seien Basketballkörbe auf niedriger Höhe und ähnliche Maßnahmen denkbar. Der Spielplatz sollte gut erreichbar und von allen Kindern nutzbar sein, ob mit oder ohne körperliche Beeinträchtigungen.

CDU: Lieber die vorhandenen Spielplätze umwandeln

Die anderen Fraktionen im Jugendhilfeausschuss stimmten jedoch gegen den Antrag, auch Melissa Koch von der CDU. „Unser Konsens ist, dass alle Kinder gemeinsam spielen“, erklärte sie die Entscheidung. Und zwar nicht auf einem zentralen Themenspielplatz, wie die AfD es sich wünscht, sondern überall. „Es gilt stattdessen, die vorhandenen Spielplätze inklusionsgerecht zu ertüchtigen“, so Koch. „Die Spielplatzkommission ist bereits dabei, ein Konzept zu erstellen.“

AfD kritisiert die Ablehnung als „ideologisch verbrämt“

Thomas Schlick von der AfD hegt allerdings Zweifel an dieser Erklärung und wittert andere Motive: „Es ist unerträglich, wie ideologisch verbrämt die anderen Parteien nur aus taktischen Gründen gute AfD-Anträge ablehnen, ohne an die Bürger zu denken!“, kritisiert er. Dass die Verwaltung jetzt tatsächlich an inklusiven Spielplatzkonzepten arbeite, gehe auf das Bemühen der AfD vor einem Jahr zurück: „Niemand kann bestreiten, dass unsere Initiative daran ursächlich ist!“ Im Ausschuss und dessen Protokollen sei aber „gelogen“ worden, um diese Bemühungen der AfD unter den Teppich zu kehren.

Falko Mohrs: „Das übliche Muster der AfD

Falko Mohrs, der dem Jugendhilfeausschuss vorsitzt, schüttelt über diese Vorwürfe den Kopf: „Es ist das übliche Muster, das wir von der AfD schon kennen: sich als Opfer darstellen.“ Dabei gehe es lediglich darum, Inklusionsmaßnahmen „nicht nur punktuell auf einem, sondern auf allen Spielplätzen umzusetzen“. Und Melissa Koch ergänzt: „Inklusion ist kein Kind der AfD, sondern war schon früher in allen Ausschüssen Thema.“

Peter-Pan-Spielplatz wird bereits umgestaltet

Über die tatsächlichen aktuellen Maßnahmen auf Wolfsburger Spielplätzen sagt Jugendpfleger Gunnar Czimczik: „Der Schulhof der Peter-Pan-Schule wird derzeit neu geplant und soll neu hergerichtet werden. Dieser Schulhof wird alle Anforderungen an einen barrierefreien und inklusiven Spielplatz erfüllen.“ Weil Schulhöfe in Wolfsburg grundsätzlich nach Ende des Schulbetriebs und an Wochenenden frei zugänglich sind, können davon auch andere Kinder profitieren.

Künftig sollen alle Spielplätze inklusionsgerecht werden

Und auch bei anderen Spielplätzen sollen sich die Inklusionsmaßnahmen nach und nach durchsetzen, so Czimczik: „Zukünftig wird im Rahmen der Spielplatz- und Schulhofplanung das Thema Inklusion grundsätzlich mitberücksichtigt werden, da sich die hierfür geltende DIN 18034 (Spielplätze und Freiräume zum Spielen) derzeit in einer grundlegenden Überarbeitung befindet. Der Aspekt Inklusion soll hierbei besondere Berücksichtigung finden.“

Von Frederike Müller

Auch mit 75 Jahren gibt De Mitri Sozialberatungen und leitet zudem den Verein Circolo Pugliese. Die Wolfsburger haben ihm viel zu verdanken, besonders die italienischstämmigen unter ihnen.

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