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Stadt Wolfsburg Ärztestreik in Wolfsburg: Notfallversorgung steht
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ärztestreik in Wolfsburg: Notfallversorgung steht
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00:22 11.04.2019
Warnstreiks: Am Mittwoch gibt’s auch am Wolfsburger Klinikum eine Protestaktion. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Streik am Klinikum Wolfsburg: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat für diesen Mittwoch bundesweit zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen, um den Druck in den festgefahrenen Tarifverhandlungen für die kommunalen Krankenhäuser zu erhöhen. Vor dem Haupteingang des Klinikums wird um 12 Uhr eine Protestaktion stattfinden, der medizinische Betrieb ist teilweise eingeschränkt.

NIcht alle Ärzte streiken – Notfall-Versorgung ist sichergestellt

Streikleiter Benedikt Kunzmann beruhigt: „Notfälle werden natürlich behandelt und auch die großen, geplanten Eingriffe sollen soweit stattfinden.“ Das bestätigt auch das Klinikum: „In Absprache mit dem Marburger Bund wird eine Vereinbarung getroffen, um die medizinische Notfallversorgung sicherzustellen“, sagt Franziska Fischer, Assistenz der Klinikumsdirektion.

Eine fachgerechte Versorgung der Patienten werde durchgehend sichergestellt. Intensivstationen, Zentrale Notfallaufnahme und weitere Notfallbereiche würden nicht bestreikt. Es könne allerdings kurzfristig zur Absage bereits geplanter und nicht lebenswichtiger Diagnostik und Therapie kommen.

Das fordern die Ärzte

, Wie hoch die Beteiligung der Ärzteschaft an dem Streik sein wird, lässt sich noch nicht abschätzen. „Wir hoffen aber auf reichlich Beteiligung“, sagt Kunzmann. Zunächst gehe es vor allem darum, den Fokus auf die aktuellen Themen zu richten. Der Verband fordert fünf Prozent mehr Geld und Begrenzungen von Bereitschaftsdiensten, unter anderem durch mindestens zwei freie Wochenenden im Monat.

Das Problem sei dabei schon die Definition von freien Wochenenden, sagt Kunzmann. Als freies Wochenende gelte vielerorts frei von Samstagfrüh bis Sonntagabend. Vor oder nach diesem Zeitraum seien jedoch Nachtdienste möglich. Die manipulationsfreie Arbeitszeiterfassung ohne Kappung der geleisteten Arbeitszeit, so wie es der Marburger Bund fordert, sei in Wolfsburg allerdings bereits gewährleistet.

Erste Mediziner-Streiks seit 13 Jahren

Die letzten Ärztestreiks in Wolfsburg habe es 2005/2006 gegeben. In Frankfurt findet morgen eine zentrale Kundgebung statt. Der Marburger Bund hatte die Tarifgespräche für 55.000 Ärzte in den mehr als 500 kommunalen Kliniken Mitte März für gescheitert erklärt. Vorbereitet wird auch eine Urabstimmung über unbefristete Streiks. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatte ein erstes Angebot vorgelegt, das die Gewerkschaft aber als unzureichend ablehnte.

Tarifverhandlungen sind festgefahren

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund will mit den bundesweiten Aktionen Druck in den festgefahrenen Tarifverhandlungen machen. „Immer mehr Ärzte in Krankenhäusern reduzieren selber ihre Arbeitszeit und wechseln in die Teilzeitbeschäftigung, weil sie die enorm gestiegene Arbeitsbelastung bei einer Vollzeittätigkeit nicht mehr ertragen können“, teilte der Verband mit. Mehr als jeder vierte Klinikarzt sei teilzeitbeschäftigt.

„Die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern müssen sich nachhaltig für alle Beschäftigten verändern“, fordert Hans Martin Wollenberg, Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen. „Wer ein System zulässt, das Ärzte krank macht, gefährdet das Wohl der Patienten.“ Das sieht auch Kunzmann so. Er sagt: „Nur ein ausgeruhter Arzt ist ein guter Arzt.“

Von Michael Lieb

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