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Stadt Wolfsburg Abrahamfest: Alle Religionen sind eingeladen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Abrahamfest: Alle Religionen sind eingeladen
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21:12 23.08.2019
Freuen sich auf das zweite Wolfsburger Abrahamfest: die Organisatoren Hassine El Ouaer, Kristian Ehinger und Ulrich Lincoln (v. links). Quelle: Boris Baschin
Stadtmitte

Für Christen, Muslime, Juden – und alle anderen: Zum zweiten Mal gibt es in Wolfsburg das Abrahamfest. Am Sonntag, 1. September, erwartet die Besucher ein buntes Programm rund um das Islamische Kulturzentrum am Berliner Ring.

Spontane Gedichte, Tanz- und Gesangseinlagen

Los geht es um 15 Uhr mit dem Kulturprogramm. „Letztes Mal hat es spontan Gesang, Tanz und Gedichtvorträge gegeben“, berichten die Organisatoren – und wünschen sich das Gleiche für dieses Jahr. Eingeladen hat das Abrahamforum, ein Zusammenschluss christlicher, muslimischer und jüdischer Gemeinden in Wolfsburg, das seit einigen Jahren besteht.

Über 300 Besucher: Viele Christen, Juden, Muslime und Konfessionslose genossen schon 2018 Kulturprogramm und gemeinsames Essen am Islamischen Kulturzentrum. Quelle: Sebastian Bisch

In diesem Jahr sollen Besucher außerdem Geschichten aus ihren Kulturen erzählen können. „Wir versuchen, möglichst offene Begegnungen anzuregen, sagt Kristian Ehinger vom Abrahamforum. „Und wir hoffen, dass es wieder viele spontane Beiträge gibt.“

Band „Shoshana“ tritt mit jüdischer Musik auf

Ein weiterer Hochpunkt des Programms ist schon fest eingeplant: Die Musikgruppe „Shoshana“ tritt auf. Nach der islamischen Musik vom letzten Jahr erwartet die Besucher dieses Mal also jüdische Musik. Die Gruppe spielt Lieder und Instrumentalstücke, die sich auf die Tradition der Aschkenasim, der mittel- und osteuropäischen Juden, stützen. Gesungen wird sowohl auf Hebräisch als auch in Jiddisch.

Warum eigentlich Abraham?

So unterschiedlich Christentum, Judentum und Islam in manchen Dingen auch sind – vieles haben sie auch gemeinsam, zum Beispiel die Figur Abraham. „Er ist eine Urfigur der drei großen monotheistischen Religionen“, erklärt Probst Ulrich Lincoln. Christus hingegen wird nur im Christentum als Sohn Gottes anerkannt, Moses gibt es nur im jüdischen und christlichen Glauben. Die Geschichte Abrahams, zu dem Gott selbst gesprochen haben soll, wird in allen drei Glaubensgemeinschaften erzählt.

Deshalb hat sich der Zusammenschluss der Wolfsburger Muslime, Christen und Juden nach dieser Figur „Abrahamforum“ genannt. Das Bündnis besteht seit 2013, als die Vertreter der drei Religionen sich gemeinsam einem geplanten Nazi-Aufmarsch entgegenstellten.

Danach geht es weiter mit gemeinsamem Essen, denn nichts vereint die Kulturen so gut, wie gemeinsam zu speisen, weiß Propst Ulrich Lincoln aus Vorsfelde. Dafür bereitet das Islamische Kulturzentrum wieder ein großes Buffet vor. Für Kinder ist übrigens auch gesorgt: Beim gemeinsamen Herumtollen auf der Hüpfburg sollte den jungen Besuchern schnell egal sein, wer welchem Glauben angehört.

Premiere im letzten Jahr war ein großer Erfolg

Im letzten Jahr kamen zwischen 300 und 400 Besucher zum Abrahamfest – eine gute Bilanz für diese Premiere. „2018 war es ein tolles Begegnungsfest“, erklärt Lincoln. „Jetzt wollen wir auf den guten Erfahrungen vom letzten Mal aufbauen.“

Von Frederike Müller

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