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Stadt Wolfsburg A-39-Brücke wird abgerissen und neu gebaut!
Wolfsburg Stadt Wolfsburg A-39-Brücke wird abgerissen und neu gebaut!
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00:18 26.01.2018
A39: Die Brücke über die Heinrich-Nordhoff-Straße kurz vor Fallersleben soll abgerissen und neu aufgebaut werden.
A39: Die Brücke über die Heinrich-Nordhoff-Straße kurz vor Fallersleben soll abgerissen und neu aufgebaut werden.  Quelle: Foto: Matthias Leitzke
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Wolfsburg

Das kann ja lustig werden: Das Straßenbauamt Wolfenbüttel plant den Komplettabriss und Neubau der A-39-Brücke über die Nordhoff-Straße kurz vor Fallersleben. Das soll zwar nicht mehr dieses Jahr passieren und laut Behörde auch ohne Vollsperrung über die Bühne gehen – dafür soll die Maßnahme vermutlich zwei Jahre dauern; enge Fahrspuren, Tempobegrenzungen und vermutlich Staus inklusive.

Die Geschichte der beiden benachbarten A-39-Brücken über den Mittellandkanal und über die L 321 (Nordhoffstraße/Wolfsburger Landstraße) nimmt langsam kuriose Züge an. Erst hieß es: Die Brücke über den Kanal muss acht Monate lang saniert und dafür voll gesperrt werden. Dann die erste Kehrtwende: Auch die Brücke Nordhoffstraße muss saniert werden, beides soll zeitgleich laufen – aber ohne Vollsperrung.

„Die Brücke muss weg“

Nun die nächste Wendung: Jetzt soll zusätzlich zur Sanierung der Kanalbrücke die Brücke Nordhoff-Straße komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. „In dem Bauwerk lauert noch mehr Ungemach als gedacht“, sagte Behördenleiter Bernd Mühlnickel der WAZ. „Wir haben bis zuletzt gehofft, sie halten zu können. Aber jetzt steht fest: Die Brücke muss weg.“

Nicht mehr dieses Jahr und auch nicht mit Vollsperrung, versichert Mühlnickel. Dafür dauert es irre lange: Geplant ist der Zeitraum von April 2019 bis April 2021. Noch sind die meisten Details offen, der grobe Plan sieht so aus: Eine Brückenhälfte wird abgerissen, der Verkehr (in beide Richtungen) auf die andere Hälfte verlegt. Parallel wird die erste Hälfte der neuen Brücke errichtet. Auf die wandert der Verkehr anschließend, während der Rest der alten Brücke platt gemacht und dort neu gebaut wird. Dass sich genau dort auch eine wichtige Anschlussstelle mit Auf- und Zufahrten, Beschleunigungs- und Verzögerungsstreifen befindet, „macht die Sache noch komplizierter“, so Mühlnickel.

Dauerhaft vier Spuren

Die ganze Zeit lang solle der Verkehr „grundsätzlich vierstreifig durch die Baustelle geführt werden“ – dann geht vermutlich nur mit sehr schmalen Fahrspuren und deutlichem Tempo-Limit. Details der Verkehrsführung würden noch mit der Stadt und VW besprochen, erst im April 2019 soll es losgehen. Fest steht schon: Dann wird es sehr lange sehr eng werden auf der wichtigsten Pendlerverbindung.

Von Ulrich Franke