Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Stadt Wolfsburg 18 Monate Haft: Kumpel bewusstlos geprügelt und Handy gestohlen
Wolfsburg Stadt Wolfsburg 18 Monate Haft: Kumpel bewusstlos geprügelt und Handy gestohlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:25 07.08.2019
Amtsgericht Wolfsburg: Ein Angeklagter wurde für den Raub eines Handys im Wert von 60 Euro verurteilt. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

Macht es einen Unterschied, ob man seinen Kumpel bewusstlos prügelt, um ihm sein Handy abzunehmen, oder ob man sich einfach so prügelt und dann zufällig auch noch das Handy mitgehen lässt, wenn der Kumpel bewusstlos ist? Juristisch gesehen schon. Das Amtsgericht Wolfsburg ließ sich jedoch von solcherlei juristischen Spitzfindigkeiten nicht verwirren und verurteilte einen 36-jährigen Schlosser zu 18 Monaten Haft.

Trinkgelage in der Wohnung eines befreundeten Paares

Der Mann sitzt übrigens wegen anderer Straftaten bereits in der JVA Wolfenbüttel ein. Und das war passiert: Nach einem gemeinsamen Trinkgelage in der Wohnung eines befreundeten Paares in Wolfsburg begaben sich der obdachlose Angeklagte und sein 24 Jahre alter Bekannter am Abend des 23. Dezember 2018 dann in dessen Wohnung am Klieverhagen. Soweit stimmten die Aussagen der vier Bekannten im Prozess vor dem Amtsgericht Wolfsburg am Dienstag noch überein.

Wann entschloss sich der Angeklagte, das Handy zu stehlen?

Dann habe der obdachlose Angeklagte seinen Bekannten derart heftig auf die Schläfe geschlagen, dass dieser das Bewusstsein verlor. Anschließend habe er dessen Handy – Wert 60 Euro – mitgenommen. Auch diese beiden Anklagepunkte gab der Beschuldigte unumwunden zu. Was der Angeklagte vor Gericht jedoch bestritt, war seine Absicht, das Opfer bewusstlos zu schlagen, um ihm das Handy zu entwenden – der entscheidende Tatentschluss für den Verbrechenstatbestand „Raub“.

Angeblich gab es Streit um Drogen

Seine Version der Geschichte: Er habe zuvor dem Opfer 50 Euro gegeben mit dem Auftrag, Amphetamine kaufen zu gehen. Dieser sei mit „schlechtem Zeugs“ zurückgekommen, worüber dann noch in der Wohnung des befreundeten Pärchens ein Streit entbrannt sei. Dann sei er noch mit in die Wohnung seines Bekannten gegangen und man habe sich weiter gestritten, bis es schließlich zu einem Faustschlag an die Schläfe gekommen sei. Erst als der Bekannte dort so bewusstlos lag, sei ihm die Idee gekommen, bei der Gelegenheit das Handy mitzunehmen.

Richter fand keine Anhaltspunkte für die Geschichte des Angeklagten

In der Zeugenvernehmung der Bekannten bestritten beide einen vorhergehenden Drogenkonsum sowie einen Streit wegen der Beschaffung. Für den Richter blieb die Wahrheitsfindung dementsprechend schwierig. Er konnte in den Aussagen der Zeugen keinerlei Anhaltspunkte für die Geschichte des Angeklagten finden.

Das Strafregister des Angeklagten weist bereits mehrfache Gewaltdelikte auf, aufgrund derer er derzeit eine noch bis mindestens Dezember 2019 währende Haftstrafe in der JVA Wolfenbüttel verbüßt. Nun kommen noch weitere 18 Monate wegen Raubes hinzu.

Von swi

Beinahe wären sie sang- und klanglos in den Geschichtsbüchern gelandet, doch seit einigen Jahren entdecken immer mehr Naturfreunde, wie wertvoll das Kulturgut Streuobstwiese ist. Natürlich haben die Streuobstwiesen auch einen sehr hohen Stellenwert beim Klimaschutz.

07.08.2019

Im Interview erklärt BUND-Projektleiterin Sabine Washof die Bedeutung von Streuobstwiesen.

07.08.2019

Im Scharoun Theater Wolfsburg wird alljährlich ein besonderes Märchen zur Weihnachtszeit aufgeführt. Diesmal ist es „Der Zauberer von Oz“. Und traditionell findet dazu ein Malwettbewerb statt: Kinder gestalten das Plakat für das Märchen.

07.08.2019