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Stadt Wolfsburg 130 Kita-Plätze bleiben nach dem Sommer ungeplant belegt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg 130 Kita-Plätze bleiben nach dem Sommer ungeplant belegt
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16:24 12.06.2019
Voll belegt: 130 Kita-Plätze werden stadtweit im Sommer nicht wie geplant frei – weil Vorschulkinder doch noch länger bleiben. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Das Warten auf eine Zusage für den Kita-Platz ist für viele Eltern eine Tortur – und seit 2018 hat sich diese Wartezeit verlängert. Grund ist die Neuregelung des Schulgesetzes mit Flexibilisierung des Einschulungsstichtags: Kinder, die zwischen dem 1. Juli und 30. September sechs Jahre alt werden, können ein Jahr länger in der Kita bleiben. Diese Regelung macht es für die Planer bei der Vergabe über das Portal „Wolles Welt“ nicht einfach. In diesem Sommer werden etwa 130 Kita-Plätze doch nicht frei.

Trotz Kita-Ausbaus fehlen Plätze

„Die Versorgungssituation ist für uns auch aufgrund der seit 2009 steigenden Bevölkerungszahlen herausfordernd“, sagt Stadträtin Iris Bothe und betont: „Die Stadt Wolfsburg betreibt bereits seit 2012 ein intensives Ausbauprogramm durch den Bau neuer und der Erweiterung bestehender Einrichtungen.“ Das allerdings ändert nichts an der Tatsache, dass Plätze fehlen. Und die flexibleren Fristen für die Schulkind-Eltern verändern die Planungssicherheit.

Bothe erläutert: „Die durch den Gesetzgeber gesetzte Frist zur Entscheidung über ein Hinausschieben der Einschulung bis zum 1. Mai eines jeden Jahres hat nun direkte Auswirkungen auf die Platzvergabeprozesse. Die Platzvergabe zum neuen Kita-Jahr erfolgte bisher zum 1. März für die Plätze zum 1. August. Durch die gesetzte Frist zum 1. Mai entsteht ein längerer Zeitraum, in welchem nicht klar ist, welche Kapazitäten tatsächlich neu belegt werden können.“ Der Vergabeprozess werde für das Kita Jahr 2020/21 besser angepasst.

Viele Vorgespräche mit Eltern geführt

In den Einrichtungen kam der größte Schock schon 2018, als die ersten Eltern die Fristverschiebung in Anspruch nahmen. „Das war keine schöne Überraschung, es war eine kleine Katastrophe“, sagt eine Kita-Leiterin aus Wolfsburg. „Diesmal waren wir vorsichtiger mit Zusagen an neue Eltern.“ Und es liefen viele Vorgespräche mit Eltern schulpflichtiger Kinder. Kerstin Heidbrock, Koordinatorin der evangelischen Kindertagesstätten im Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen, bleibt deshalb gelassen. „Wir können nicht mehr Plätze vergeben als wir haben. Das ist Alltagsgeschäft.“

Insgesamt machten stadtweit in diesem Jahr laut Auskunft der Verwaltung 64 Eltern Gebrauch von der Möglichkeit, ihr Kind auf eigenen Wunsch ein Jahr länger in der Kita bleiben zu lassen. 29 Schulrückstellungen wurden zudem aufgrund des Entwicklungsstandes der Kinder nach den Schuleingangsuntersuchungen entschieden. 37 Überprüfungen der Schulfähigkeit sind noch offen. In Summe sind das rund 130 Kita-Plätze – also fünf komplette Kita-Gruppen. „Einige Kinder wechseln wie in den vergangenen Jahren auch in Schulkindergärten“, so Stadt-Sprecherin Monia Meier.

Von Andrea Müller-Kudelka

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