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Stadt Wolfsburg 100-Jahr-Feier der AWO Wolfsburg – und die Gründerin war quasi dabei
Wolfsburg Stadt Wolfsburg 100-Jahr-Feier der AWO Wolfsburg – und die Gründerin war quasi dabei
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14:43 18.08.2019
Beim großen Fest: Die AWO feierte ihr 100-jähriges Bestehen mit rund 100 Mitgliedern und Gästen. Quelle: Boris Baschin
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Nordstadt

Zum 100-jährigen Bestehen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) luden am Samstagvormittag die drei Wolfsburger Ortsverbände gemeinsam zu einer Feier in das Mehrgenerationenhaus am Hansaplatz ein. Mehr als 100 Gäste waren zum Fest erschienen.

Großer Zuspruch bei der Feier: Natürlich gab es auch Jubiläums-Kuchen. Quelle: Boris Baschin

Von dem großen Zuspruch waren die Organisatoren überrascht. Im Saal des Mehrgenerationenhauses mussten noch Tische und Stühle nachgestellt werden, damit alle Platz fanden. „Wir freuen uns sehr über diesen großen Zulauf“, erklärte Jürgen Zimmermann vom Ortsverband Wolfsburg während seiner Begrüßung. Er bedankte sich sehr bei den vielen Ehrenamtlichen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

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OB hebt Wichtigkeit der Arbeit hervor

Das große ehrenamtliche Engagement, dass die AWO-Mitglieder an den Tag legen, lobte auch Ortsbürgermeisterin Imacolata Glosemeyer. „Ihr seid der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammen hält“, erklärte sie. Auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs hob die Wichtigkeit der Arbeit der AWO hervor. „Es wird oft übersehen, dass auch in einer reichen Stadt wie Wolfsburg unter dem Existenzminimum leben“, betonte er.

Auch in allen anderen Bereichen wie der Nachbarschaftshilfe, dem Einsatz für Frauenrechte und die vielen anderen Bereichen, sei die Arbeit der AWO auch 100 Jahre nach ihrer Gründung richtig und wichtig. „Die Herausforderungen haben sich im Laufe der Zeit nur geändert.“

Schuldenprävention ist Teil der Arbeit

„Frauenrechte, Vielfalt, Teilhabe, Solidarität und Gerechtigkeit“, erklärte die Kreisverbandsvorsitzende Elke Zitzke. „Das sind die Dinge, für die wir uns auch heute noch einsetzen.“ Sie gab einen kurzen geschichtlichen Rückblick über den von Marie Juchacz gegründeten Verein von den 26 Ortsvereinen im Bezirk Braunschweig 1930 über die Gründung in Wolfsburg 1946 bis hin zu den immer vielfältiger werdenden Aufgaben. Zuletzt ist 2017 die Schuldnerprävention an Schulen hinzu gekommen.

Die machte die Geschichte lebendig, hier mit (v.l.) Barbara Mitulla, Ingeborg Moy, Jürgen Zimmermann, Elke Zitzke und Lotti Kaltbeitzer. Quelle: Boris Baschin

Die Gründerin Marie Juchacz (1879 –1956), die erste Frau, die in der Weimarer Nationalversammlung eine Rede hielt, stellte sich dann quasi selbst vor. Barbara Mitulla von der Kostümgruppe des Frauenzentrums Frauen-Zimmer schlüpfte in die Figur der berühmten Frau und zitierte auch einen Ausschnitt aus der berühmten Nationalversammlungsrede.

Die Geschichte lebendig dargestellt

Ihre Kollegin Lotti Kaltbeitzer spielte im Anschluss die ebenfalls für die Entwicklung der AWO wichtige Lotte Lemke (1903 –1988). Die Kostümgruppe hat sich darauf spezialisiert, berühmte Frauen darzustellen. „So lässt sich Geschichte lebendig zeigen“, sagte Barbara Mitulla. Aber auch historische Modenschauen hat die Kostümgruppe im Programm.

Von Robert Stockamp