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Fallersleben Wolfsburgs jüngster Sportvereins-Chef hat viel vor
Wolfsburg Fallersleben Wolfsburgs jüngster Sportvereins-Chef hat viel vor
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18:00 02.06.2019
VfB Fit in Fallersleben: Das Fitnesszentrum mit Bewegungskita ist die Keimzelle des Erfolgs seit 2011. Jetzt wächst das Gebäude weiter. Quelle: Sebastian Bisch
Fallersleben

Mit der Einstellung von Nicolas Heidtke als erstem hauptamtlichen Geschäftsführer des VfB hat in Fallersleben am 1. Juni 2009 eine neue Ära begonnen. Das mag eine stark strapazierte Floskel sein – aber selten passt dieser Satz inhaltlich wirklich so gut wie im Fall Heidtke. 26 Jahre alt war er damals, hatte den Studienabschluss gerade in der Tasche und strebte einen Doktortitel an. Den machte er dann quasi nebenbei – der VfB wurde zur Hauptsache.

Ziehvater war Dr. Karl Peter Wilhelm

„Ich habe bei diesem Verein viel Potenzial gesehen“, sagt Heidtke, der im Hellwinkel aufwuchs. Gemeinsam mit dem Mitte Juni 2017 verstorbenen VfB-Vorsitzenden Dr. Karl Peter Wilhelm bildete er ein dynamisches, unschlagbares Duo. Hatte einer eine Idee, wusste der andere Wege sie umzusetzen. „Wir haben beide voneinander gelernt“, sagt Heidtke, der nach dem überraschenden Tod Wilhelms dessen Nachfolge antrat – als hauptamtlicher Chef. Damit ist er jetzt mit 36 Jahren der jüngste Sportvereins-Vorsitzende in Wolfsburg.

Bewegungszentrum und zweite Kita

Er führt den Verein nach dem Motto des 150-jährigen Bestehens von 2011 weiter: „Tradition und Zukunft“. Auch altgediente Ehrenamtliche wie Hans-Dieter Jabczynski, gerade für 70 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet, trauen ihm das zu. Im November 2011 wurden das VfB Fit und die Bewegungskita eröffnet. Laut Heidtke „die Keimzelle unseres Erfolgs“. Diese Keimzelle wächst gerade um ein weiteres Stück – um Räume für das Bewegungszentrum zu schaffen, das Angebote im Reha- und Präventionsbereich bietet. „Jetzt entsteht der Rohbau und wir hoffen, dass wir einen Dachdecker finden – dann können wir Ende des Jahres eröffnen“, sagt Heidtke. Der nächste Schritt ist eine zweite Bewegungskita. Ein Standort dafür steht allerdings noch nicht fest. „Es muss nicht direkt in Fallersleben sein“, meint Heidtke.

Rund 4800 Mitglieder

Auch die Mitgliederzahl wächst weiter, inzwischen sind es rund 4800. Nur mit Ehrenamtlichen lässt sich so ein Betrieb nicht führen. Für 75 Beschäftigte sei das, was sie beim VfB verdienen, die Haupteinnahmequelle, schätzt Heidtke. Der sportliche Leiter Denny Sack gehört dazu. Sack war der erste, der beim VfB ein Schülerpraktikum (2010) und ein Freiwilliges Soziales Jahr (2012) absolvierte. Nach seinem Studium (Sportmanagement) kehrte er 2017 zurück. Heidtke ist für ihn in ähnlicher Weise ein Ziehvater wie es Wilhelm für Heidtke war. Ehrensache, dass Sack zum Zehnjährigen des „ältesten VfB-Hauptamtlichen“ eine Überraschungsparty organisierte.

Überraschungsparty für Nicolas Heidtke: Im Stadion gratulierten Mitarbeitende und Weggefährten zu zehn Jahren Geschäftsführung beim VfB Fallersleben. Quelle: Sebastian Bisch

Übungsleiter, Mitarbeiter und Ehrenamtliche empfingen ihn am Samstag am Windmühlenbergstadion mit Grillgut, Salaten und einem blau-weißen Gratulations-Transparent. „Wie sie das ohne mein Wissen bestellen konnten, muss ich wohl noch prüfen“, bemerkte der Diplom-Volkswissenschaftler scherzhaft – und freute sich riesig, dass es seiner Frau Annette gegen seinen Widerstand gelungen war, ihn aus dem Eigenheim in Reislingen nach Fallersleben zu locken.

Von Andrea Müller-Kudelka

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