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Fallersleben Brandstiftung: Großfeuer in Mörse – Polizei sucht Zeugen
Wolfsburg Fallersleben Brandstiftung: Großfeuer in Mörse – Polizei sucht Zeugen
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19:57 07.11.2019
In Mörse brannten rund 200 Strohballen kontrolliert ab. Quelle: Britta Schulze
Mörse

Der Feuerschein war weit am Himmel sichtbar: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag brannten auf einer Wiese bei Mörse rund 200 Strohballen lichterloh. Auch am Donnerstagvormittag waren noch große Rauchwolken am Himmel zu sehen und die Feuerwehrleute waren über zehn Stunden im Einsatz. Aktuell geht die Polizei von Brandstiftung aus und sucht Zeugen.

Wie die Feuerwehr Wolfsburg mitteilte, ging der Alarm gegen 1.04 Uhr in der Nacht ein. Ein Anwohner hatte zufällig das Feuer aus dem Fenster gesehen und sofort den Notruf gewählt. Schnell war die Berufsfeuerwehr am Einsatzort und begann mit dem Löschen. Auf dem Feld an der Alten Braunschweiger Straße Ecke Baumschulenweg brannten auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern die aufgestapelten Strohballen. Eine Ausbreitung des Feuers auf weitere Heuballen und abgestellte landwirtschaftliche Fahrzeuge konnte verhindert werden. Nach gut einer Stunde haben die Freiwilligen Feuerwehren aus Ehmen und Mörse übernommen. Es waren rund 35 Feuerwehrleute im Einsatz.

Die Feuerwehr hat die Strohballen in Mörse kontrolliert abbrennen lassen. Quelle: Britta Schulze

Landwirt konnte Fahrzeuge retten

Der Einsatz dauerte bis zum Donnerstagnachmittag, da die noch glühenden Strohballen von den Kräften kontrolliert abgebrannt wurden. „Der Rauch ist sehr dicht und die Staubbelastung sehr hoch“, so Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Helmut von Hausen.

Die Strohballen gehörten Stephan und Nicole Peeck, die Landwirte wurde nachts um 1.30 Uhr von der Feuerwehr angerufen. „Das Feuer hat sich wohl sehr schnell ausgebreitet, trotzdem konnte mein Mann die anderen Fahrzeuge auf der Wiese noch retten“, sagte Nicole Peeck. Der Schaden wird aktuell auf 10 000 Euro geschätzt. Um das Geld mache sich Peeck im Moment noch keinen Kopf – eher um die vier Pferde und sechs Rinder, die kein Heu haben. „Wir wissen nicht, woher wir Futter bekommen“, gesteht Nicole Peeck.

Wegen der starken Rauchentwicklung kam es zu kurzzeitigen Sichtbehinderungen auf der A 39. Zudem haben einige Anwohner sich bei der Feuerwehr gemeldet und wegen des Rauchs nachgefragt. Den Anwohnern wurde geraten ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Polizei geht von Brandstiftung aus

Ersten Erkenntnissen nach geht die Polizei davon aus, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde, und bittet um Zeugenhinweise. Die Ermittler interessieren sich konkret für Personen oder Fahrzeuge, auch Fahrradfahrer, die im Bereich des Tatorts nach 23 Uhr gesehen wurden. „Jede Beobachtung kann uns helfen“, betont Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon (05361) 46460 entgegen.

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Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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