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Fallersleben Warum der Feuerwehr tagsüber Personal fehlt
Wolfsburg Fallersleben Warum der Feuerwehr tagsüber Personal fehlt
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17:11 06.01.2020
„Wir brauchen mehr Personal:“ Sprecher Stefan Brandes wünscht sich tagsüber mehr Freiwillige für die Ortsfeuerwehr Hattorf. Quelle: Boris Baschin
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Hattorf

Wenn die Feuerwehr Hattorf tagsüber zu einem Brand ausrückt, sind die sechs Sitzplätze im Löschfahrzeug der Feuerwehr selten voll besetzt. Die Retter müssen bei großen Einsatzlagen auf Verstärkung warten. Es geht wertvolle Zeit verloren – wie bei dem Brand eines Prüfstandes im Heinenkamp im Oktober. „Bei dem Feuer im Gewerbegebiet waren wir zu viert“, sagt Hattorfs Feuerwehrsprecher Stefan Brandes. “

Die meisten arbeiten außerhalb

Aus Sicherheitsgründen gehen die Atemschutzgeräteträger immer zu zweit vor, zwei weitere stehen zur Absicherung bereit. „Beim Einsatz im Heinekamp war ich von uns der einzige Atemschutzgeräteträger“, erklärt Brandes. Also blieb den Hattorfern nur, die Situation zu klären und die Wasserversorgung aufzubauen. Als die Berufsfeuerwehr eintraf, begannen die Löscharbeiten, das Feuer war nach 45 Minuten aus. „Aber mit mehr Leuten hätten wir schneller reagieren können“, sagt der Feuerwehrsprecher.

Die Ortsfeuerwehr Hattorf ist mit 30 Aktiven recht gut aufgestellt. Einige bringen als Kräfte der Werksfeuerwehr bei VW auch viel Know-How mit. Doch die Arbeitsstelle der meisten Feuerwehrleute liegt zu weit außerhalb. Innerhalb von vier Minuten sollten sie im Brandfall im Gerätehaus eintreffen. Wer bei VW arbeitet, hat in dieser Zeit noch nicht einmal das Werksgelände verlassen. Immerhin seien die Feuerwehren in den größeren Nachbarorten Flechtorf und Hehlingen tagsüber besser besetzt, weiß Brandes.

Personalakquise beim Feuerwehrball

Was tun gegen den Personalmangel? In den vergangenen zwei Jahren übernahm die aktive Abteilung sechs Nachrücker aus der Jugendfeuerwehr. „Das sind junge Leute in der Schule oder in der Lehre, die sind tagsüber auch nicht da“, erklärt Brandes das Dilemma. Einige hätten noch keinen Führerschein, zudem gebe es für sie kaum bezahlbare Mietwohnungen im Ort.

Auch drei Quereinsteiger hat die Feuerwehr Hattorf dazu gewonnen. „Die sind hoch motiviert, haben Ausbildungen bis zum Atemschutzgeräteträger absolviert“, sagt Brandes. Sie können aber tagsüber ebenfalls nicht rechtzeitig im Ort sein.

So bleibt der Feuerwehr nur, weiter um neue Ehrenamtliche zu werben. Mit Aushängen, Postings bei Facebook oder im persönlichen Gespräch. Am 18. Januar ist der nächste Feuerwehrball. Vielleicht sieht Brandes ja ein neues Gesicht.

Von Christian Opel

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