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Fallersleben Verkehrsärger in Fallersleben: Zu wenig Parkplätze, zu wenig Radwege
Wolfsburg Fallersleben Verkehrsärger in Fallersleben: Zu wenig Parkplätze, zu wenig Radwege
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17:56 09.10.2019
Alles voll: In der Fallersleber Altstadt einen Parkplatz zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Quelle: Boris Baschin
Fallersleben

Der Verkehr ist in Fallersleben ein leidiges Thema – nicht nur der, der durch den Stadtteil fährt, sondern auch parkende Autos erregen immer wieder die Gemüter. Es vergeht fast keine Sitzung des Ortsrats, auf der die Politiker nicht über Verkehr diskutieren.

Dabei gibt es zwei Hauptprobleme. Nummer 1: Es gibt einfach zu wenig Parkplätze in der Altstadt und Radfahren ist angesichts des spärlichen Radwege-Netzes auch keine Alternative zum Autofahren. Nummer 2: Der Autofahrer muss davon abkommen, immer direkt vor der Tür seines Ziels zu parken.

„Da muss ein Umdenken stattfinden“, wünscht sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Eckhard Krebs. Angesichts der Klimawandel-Diskussion versuchen Politiker immer dafür zu werben, das eigene Auto stehen zu lassen und aufs Fahrrad zu steigen. Das sei in Fallersleben nicht so einfach. „Wir haben keine vernünftige Radweg-Infrastruktur“, ärgert sich Eckhard Krebs. Es gebe zwar Radwege, die nach Fallersleben führen, „aber sie enden an unserer Ortsgrenze.“ Vor Jahren regte seine Partei deshalb an, ein Radwege-Konzept erarbeiten zu lassen. Die Verwaltung schaffe das personell nicht, hieß es. Für private Planungsbüros sei der Auftrag zu klein und damit nicht lukrativ.

Eine Bildergalerie zur Parkplatz-Situation in Fallersleben:

Zu wenig Parkplätze, kein vernünftiges Radwege-Netz

Und dann gibt es noch ein Problem: Die Radwege, die vorhanden sind, seien oft in keinem guten Zustand, kritisiert Krebs. Der Radweg an der Erich-Netzeband-Straße zum Beispiel sei durch Baumwurzeln, die die Oberfläche noch oben drücken, in einem „katastrophalen Zustand“. In der Wolfsburger Innenstadt gebe es gute Ansätze wie die Ost-West-Radachse, um mehr Bürger aufs rad zu bringen. Eckhard Krebs würde sich freuen, wenn es solche guten Ideen auch bis in die Orts- und Stadtteile schaffen würden.

Auch Einstellplätze für Räder fehlen

Aber nicht nur fehlende und gute Radwege seien ein Problem, sagt Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist (PUG). „In der Altstadt fehlen außerdem Einstellplätze für Fahrräder.“ Deshalb soll es demnächst eine Ortsbegehung geben, um Plätze dafür zu finden.

Radwege ausbauen, Einstellplätze schaffen – das sind alles Dinge, die die Verwaltung umsetzen kann. Eins kann sie nicht ändern: die Einstellung der Bürger. Viele Wolfsburger wollen gern direkt vor dem Geschäft, in dem sie einkaufen wollen, parken. Das geht aber nicht. Vor allem nicht in der Fallersleber Altstadt, die sehr verwinkelt und zugebaut ist. „Das Problem ist, jeder will vor seiner Haustür Verkehrsberuhigung, aber mit dem eigenen Auto möchte er möglichst dicht an seinem Ziel parken“, sagt Eckhard Krebs. „Das funktioniert nicht.“ Es müsse möglich sein, dass stadtnahe Parkplätze wie die Fläche an der Hoffmann-von-Fallersleben-Straße genutzt werde, meint auch Bärbel Weist. „Dann muss man eben ein paar Schritte zu Fuß gehen.“

Bürger sollen Vorschläge machen

Der Verkehr in Fallersleben ist auch für die CDU-Fraktion ein wichtiges Thema. So wichtig, dass sie am 29. Oktober zu einer Bürgerrunde im AWO-Haus einlädt, auf der es genau darum geht. Es gehe aber nicht darum, irgendjemandem irgendwelche Fehler vorzuhalten, erklärt der Vorsitzende der CDU Fallersleben/Sülfeld André-Georg Schlichting. „Wir wollen dort Ideen, Anregungen und Vorschläge aus der Bevölkerung sammeln.“ Stadtbaurat Jens-Uwe Hirschheide kommt auch und will den Bürgern Rede und Antwort stehen. Die Ergebnisse der Bürgerrunde sollen übrigens in das weitere Vorgehen der CDU eingehen, so Schlichting.

Von Sylvia Telge

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