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Fallersleben Sülfeld: So schön (und teuer) ist die sanierte Mehrzweckhalle
Wolfsburg Fallersleben Sülfeld: So schön (und teuer) ist die sanierte Mehrzweckhalle
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20:46 26.09.2019
Mit blauen Akzenten, passend zum Sülfelder Wappen: Die Sporthalle hat einige Neuerungen vorzuweisen. Quelle: Boris Baschin
Sülfeld

Lang hat es gedauert: Seit 2011 hatte die Stadt vor, die Mehrzweckhalle in Sülfeld zu sanieren. Nun ist es endlich geschafft. Das Ergebnis ist schön geworden – und schön teuer.

Die Turnhalle hat ein neues Flachdach, eine neue Fassade, neue Fenster, eine neue Innendecke mit besserer Akustik und einen frischen Fußboden bekommen. Die Kinder können sich außerdem über eine Kletterwand und Turnstangen freuen. Der Anbau mit Funktionsräumen wurde sogar komplett abgerissen und neu gebaut. Ganz modern kommen nun der Eingangsbereich, Umkleiden, Duschen und eine Teeküche daher. Sogar farblich ist alles durchdacht: Die Räume sind in Blau und Grün gehalten, den Farben Sülfelds und seines TSVs.

Das Sportzentrum hat einen neuen Anbau, eine frische Fassade und eine kleine Kletterwand bekommen. Diese und einige weitere Neuerungen feierten die Sülfelder jetzt bei der Neueröffnung – und die Grundschüler führten eine kleine Show auf.

Über die Neuerungen freut sich aber längst nicht nur der TSV. Das Mehrzweckzentrum wird auch von der Grundschule und der Kita Sülfeld, der Grundschule Fallersleben, dem DRK und der benachbarten Freiwilligen Feuerwehr Sülfeld gerne genutzt. Zwischen 500 und 1000 Menschen insgesamt seien regelmäßig da, schätzte Werner Reimer, Vorsitzender des Sportausschusses.

Sanierung kostete über drei Millionen Euro

Angesichts dieser Zahlen seien die gut drei Millionen Euro, die das Projekt gekostet hatte, „gut investiertes Geld“, so Reimer – auch wenn die Stadt eigentlich weniger Geld veranschlagt hatte. Zustimmung erntete er von der Sozialdezernentin Monika Müller, der Fallersleber Bürgermeisterin Bärbel Weist, und von Roman Dettmann, der die Vereine vertrat: „Die Halle ist wirklich ein Schmuckstück geworden!“

Nur: Die Sülfelder Mehrzweckhalle ist nicht das einzige Sportgebäude, das mit großem Appetit Geld frisst. Der Sportbereich der Stadt sei für rund 100 Objekte zuständig, rechnete Reimer vor, die Hälfte davon sei in „nicht optimalem“ Zustand, müsse also eigentlich saniert werden.

Hochrechnung: Pro Jahr 10 Millionen Euro für Sporthallen nötig

Und mit einer einmaligen Sanierung ist es nicht getan. Circa 30 Jahre halte so eine Maßnahme vor, berichtete Reimer weiter. Eine Mehrzweckhalle wie in Sülfeld koste also – drei Millionen geteilt durch 30 – im Schnitt 100 000 Euro im Jahr. Hochgerechnet auf 100 solcher Hallen landet die Stadt bei zehn Millionen Euro, die investiert werden müssten, und das jedes Jahr. Wie viel die Stadt aber tatsächlich in ihre Sporthallen stecken kann, wird sich erst noch zeigen. Gerade erst war offiziell geworden, dass Wolfsburg jährlich 35 Millionen Euro einsparen muss – und einige Fraktionen setzen den Rotstift gedanklich schon in der Sportförderung an.

Grundschüler, Sportler und Anwohner freuen sich gleichermaßen

Bei der Neueröffnung der Sülfelder Halle überwog trotzdem die Freude: Die Grundschüler führten zwei sehr gut gesungene Lieder und einige Tänzchen auf und die Sportler freuten sich, wieder in ihr eigenes Haus zurückzukehren, nachdem sie über ein Jahr auf auswärtige Hallen und das Schulgebäude ausweichen mussten. Aufatmen konnten auch die Anwohner: 17 Monate lang haben sie Baufahrzeuge und Lärm erduldet. Zum Dank gab es auch für sie Einladungen zur Neueröffnungsfeier – und zur Besänftigung ein bisschen Schokolade in jedem Umschlag.

Von Frederike Müller

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