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Fallersleben Kahlschlag an der Ehmer Mauer: Wo sind die Blumen hin?
Wolfsburg Fallersleben Kahlschlag an der Ehmer Mauer: Wo sind die Blumen hin?
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07:00 04.06.2019
In Ehmen wurde der Blühstreifen vor der Lärmschutzwand in der Mörser Straße gemäht. Die Anwohner sind sauer. Quelle: Roland Hermstein
Ehmen

Die Transparente mit der Forderung „Die Mauer muss weg“ sind in Ehmen mittlerweile eingemottet – die Lärmschutzwand am schnell wachsenden Baugebiet „An der Gärtnerei“ wird mittlerweile akzeptiert. Dazu trug auch die Begrünung bei – die planvoll angelegten Rankpflanzen ebenso wie Wildblumen, die sich selbst ausgesamt hatten. Doch eben diese Wildblumen wurden jetzt bei Grünpflegearbeiten entfernt.

BUND: Kritik an Mäharbeiten der Stadt Wolfsburg

Übrigens passierte das nicht nur in Ehmen: Der BUND kritisiert die Mäharbeiten an weiteren Standorten im Stadtgebiet.

Schon bei der Planung hatte sich das Ehepaar Kistner über die Stadtverwaltung geärgert. Dass der Investor versucht habe, die Lärmschutz-Vorgaben möglichst in für ihn baulich günstiger Weise zu erfüllen, sei nachvollziehbar gewesen – die Stadt hätte aber sofort stärker lenkend eingreifen müssen, meinen die beiden. Zudem haperte es an der Kommunikation.

Kritik des BUND: Schön ordentlich sieht diese Grünfläche am Wald an der Braunschweiger Straße nach Mäharbeiten aus - dabei wurden jedoch laut den Naturschützern seltene Pflanzen zerstört. Quelle: privat

Dann wurde ein Arbeitskreis gegründet und mittlerweile ein kleiner Wall aufgeschüttet sowie die Wand zum Teil verblendet, zum Teil begrünt. „Und durch die Wildblumen wirkte die Mauer einfach nicht mehr so bedrohlich“, sagt Anwohner Wolfgang Zeitner aus Ehmen. Doch das ist nicht das einzige, was ihn und seine Nachbarn ärgert: Sie machen sich auch Sorgen um Insekten, die jetzt dort keine Nahrung mehr finden. Neben der Mauer durften die Wildkräuter bisher stehenbleiben.

Insekten brauchen Blumen zum Leben

Gerhard Chrost, Vorsitzender des BUND, kann nicht nachvollziehen, dass „die Rasenmäher des Geschäftsbereichs Grün dafür sorgen, dass ja nichts Blühendes überlebt“. Ein weiteres trauriges Beispiel sei eine kleine Wiese an der Braunschweiger Straße stadtauswärts. Hier hätten im vergangenen Jahr 500 geschützte Heidenelken gestanden – jetzt sei ihnen die Chance zu Wachsen genommen. „Nur umgraben hätte noch mehr geschadet“, schimpft Chrost.

Weil Insekten vom Aussterben bedroht sind, müsse man schleunigst umdenken. „Stadtförster Schäfer hat es vorgemacht“, so Chrost. Der Wald sei nicht mehr so „aufgeräumt“ wie früher. Der BUND fordert mehr Wildwuchs im gesamten Stadtgebiet. Nur Spiel- und Sportflächen müssten häufiger gemäht werden. Und in der gesparten Arbeitszeit könne man dann die Mitarbeiter in Sachen Naturschutz schulen.

Von Andrea Müller-Kudelka

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