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Fallersleben Sandkamp und Hattorf: Deshalb werden die Kitas teurer als geplant
Wolfsburg Fallersleben Sandkamp und Hattorf: Deshalb werden die Kitas teurer als geplant
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11:00 14.12.2019
Kita Sandkamp: Seit der Grundsteinlegung für den Anbau 2017 ist viel passiert – leider auch viel unvorhergesehenes. Quelle: Boris Baschin
Sandkamp/Hattorf

Schlechte Nachrichten von gleich zwei DRK-Kitas in Wolfsburg: Sowohl in Sandkamp als auch in Hattorf werden die Bauarbeiten um einiges teurer als erwartet. Mit einem der Bauunternehmer liegt die Stadt nun im Clinch.

Bei der Kita Sandkamp geht es um einen Anbau, der zweieinhalb Mal so groß ist wie das alte Gebäude. Veranschlagt waren dafür 4,1 Millionen Euro. Nun kommt aber ungefähr eine halbe Million Euro dazu, „weil einem wesentlichen Auftragnehmer gekündigt werden musste“, wie es von der Stadt heißt. Der Bauunternehmer sei seinen Aufgaben nicht nachgekommen, erklärt Ortsbürgermeister Francescantonio Garippo. „Dadurch haben sich auch die Arbeiten anderer Firmen verschoben.“

„Das sind schließlich Steuergelder“

Das Ergebnis: Verzögerungen und Mehrkosten von 490 000 Euro. Aktuell laufe deshalb eine Klage gegen das Bauunternehmen, heißt es von der Stadt. Gut so, findet Ortsbürgermeister Garippo: „Das sind schließlich Steuergelder. Da müssen die Rechtsexperten der Stadt zusehen, dass sie diese Gelder wiederbekommen.“

Der Neubau in Sandkamp: Mehr als doppelt so viel Platz wie im alten Gebäude. Quelle: Boris Baschin

Zusätzlich erhöhen sich die Kosten der Sandkamp-Kita noch weiter, weil schon während der Vorbereitung der Planer gewechselt wurde. Und zu allem Unglück kommt noch ein Wasserschaden hinzu, der kurz nach dem Betriebsstart passiert ist und der zur Zeit noch behoben wird.

Hattorf: 1,1 Millionen Euro mehr

Noch dicker kommt es für die DRK-Kita in Hattorf: Das Neubauprojekt, das noch gar nicht gestartet ist, wird um 1,1 Millionen Euro teurer als geplant. „Gründe dafür sind vor allem gestiegene Baupreise, die sich im Zuge der Projektlaufzeit ergeben haben“, heißt es von der Stadt. „Darüber hinaus sind exemplarisch Versorgungsleitungen, die Grundstückssituation aufgrund der Hanglage und geänderte Vorgaben im Bereich der Abdichtung Sohlplatte zu nennen.“

Hattorf: Die jetzige Kita befindet sich in einem Containerbau, der zwar relativ schick ist, aber längst nicht genug Platz bietet. Quelle: Archiv

Über die Verzögerung ärgert sich vor allem Ortsbürgermeister Marco Meiners. Schon seit bald zehn Jahren stehe fest, dass in Hattorf ein Kita-Neubau benötigt werde. Vorerst gab es allerdings eine Container-Lösung – und noch im Herbst 2018 das Versprechen, im Frühjahr 2019 mit dem Bau anzufangen. Das neue Grundstück zwischen Hauptstraße und Kleingärten ist mittlerweile auch erschlossen, aber der Bau werde immer wieder aufgeschoben, kritisiert Meiners. „Die Stadt wirbt mit der guten Infrastruktur der Baugebiete, kommt aber mit den Kitas nicht hinterher“, bemängelt er. Und jedes Jahr müssten Familien abgewiesen werden, die dringend einen Betreuungsplatz in Hattorf oder Heiligendorf suchten. „Mein Verständnis ist da aufgebraucht.“

Stadtrat entscheidet im Februar über die Mehrkosten

Nun, nachdem der Wolfsburger Kreisverband des DRK als Bauherr die Stadt über die Mehrkosten informiert hat, wird sich die Politik mit den Folgen auseinandersetzen. Die beiden Vorlagen dazu werden im Februar im Stadtrat besprochen.

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