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Fallersleben Deswegen sollten sich Autofahrer in Fallersleben eine Sanduhr kaufen
Wolfsburg Fallersleben Deswegen sollten sich Autofahrer in Fallersleben eine Sanduhr kaufen
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09:00 19.06.2019
Raus mit den Dauerparkern: Der Fallersleber Ortsrat hat jetzt ein Parkraumbewirtschaftungskonzept auf dem Weg gebracht. Quelle: Archiv
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Fallersleben

Zu diesem Zweck werden Parkzeiten über 15 Minuten kostenpflichtig, und zwar in der Bahnhofstraße (südlich Mühlenkamp), Kampstraße, Gröpertor, Rosenwinkel, Marktstraße, Denkmalplatz, Am Spieker, Westerstraße, Hoffmannstraße, Am alten Brauhaus sowie in der Besucherparkzone Sandkämper Straße.

Dauerparker sollen aus Fallersleber Zentrum verschwinden

Sprecher aller Fraktionen waren sich einig: Dauerparker, die potenziellen Kunden den Stellplatz stehlen und somit auch den Geschäftsleuten ein Dorn im Auge sind, müssen aus dem Zentrum verschwinden. Dieser Ansicht ist übrigens auch die Wirtschaftsgemeinschaft „Blickpunkt“, die 740 Unterschriften zum gleichen Anliegen sammelte – deren Vorsitzender Otto Saucke übergab die Listen zu Beginn der Ortsratssitzung an Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist.

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Die Pläne der Stadt Wolfsburg gehen dahin, 15 Parkscheinautomaten aufzustellen, Markierungsarbeiten durchzuführen und entsprechende Beschilderungen aufzustellen. Die Kosten beziffert man auf rund 121.000 Euro.

Nur in Nuancen gab es Einwendungen zur nunmehr beschlossenen Objektvorlage. Der SPD fehle, so Fraktionssprecher Eckhard Krebs, eine detaillierte Beschreibung der kostenpflichtigen Parkzeiten. Sonnabend müsste das Parken kostenlos sein, meint man gemeinsam bei PUG und SPD. CDU-Sprecher André-Georg Schlichting hätte für Kurzbesucher gern eine Art Brötchentaste für die Parkraumnutzung unter 15 Minuten gesehen.

Wer eine Sanduhr hat, darf eine viertel Stunde frei parken

Durchgesetzt hat sich schließlich aber der Gemeinschaftsantrag von PUG und SPD, der durchaus etwas Originelles hat: Kurzparker müssen zukünftig sichtbar hinter der Windschutzscheibe eine Sanduhr aufstellen, durch die in exakt 15 Minuten der Sand rieselt.

Rechtliche Bedenken, die von der CDU angemerkt wurden, ließ man nicht gelten und verwies auf andere Städte Niedersachsens, die diese Sanduhren bereits nicht mehr missen möchten und sie als Erfolg bezeichnen. Auch der Blickpunkt favorisiert den unbestechlichen Zeitmesser. Einziger Wermutstropfen: Wer die Sanduhr nutzen möchte, müsste sie zuvor bei der Verwaltung kaufen. Der Preis dürfte zwischen vier und fünf Euro liegen.

Von Burkhard Heuer