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Fallersleben Ortsrat lehnt Haushalt ab: „Wir fühlen uns abgehängt“
Wolfsburg Fallersleben Ortsrat lehnt Haushalt ab: „Wir fühlen uns abgehängt“
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13:40 22.01.2020
Ortsrat Hattorf/Heiligendorf: Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide(re.) und Kämmereiamtsleiter Andreas Jung hatten einen schweren Stand in der Sitzung. Quelle: Burkhard Heuer
Hattorf/Heiligendorf

Der der Ortsrat Hattorf-Heiligendorf hat sich in seiner Sitzung am Dienstagabend im Schützenhaus Heiligendorf vehement gegen den Entwurf des Doppelhaushalts 2020/2021ausgesprochen. Als Gründe für vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurden unter anderem fehlende Perspektiven für den Südwesten Wolfsburgs ins Feld geführt.

Ungelöste Verkehrsfragen und aufgeschobene Projekte

„Wir fühlen uns vergleichsweise abgehängt“, betonte CDU-Fraktionssprecher Joachim Rustenbeck und schaute dabei auf die millionenschweren Investitionen im Südosten der Stadt. PUG-Fraktionssprecher Detlef Barth beklagte vor allem ungelöste Verkehrsfragen, während stellvertretender Ortsbürgermeister Rolf Berheide (CDU) daran erinnerte, dass viele Projekte jahrelang vor sich hergeschoben werden und man dies vor Ort kaum noch vor dem Bürger verantworten könne.

Kita in Hattorf: Der geplante Neubau wird teurer viel teurer als erwartet. Quelle: Sebastian Bisch

Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide und Andreas Jung, Leiter des Kämmereiamtes, hatten somit einen schweren Stand bei der Präsentation des Sparhaushalts. Jung wiederholte seine Mahnung zum Sparen. „Wir haben kein Einnahme-, sondern ein Ausgabeproblem.“ Hirschheide versuchte, die Investitionen für Heiligendorf (Baugebiet Krummer Morgen) und für Hattorf (Kita und Feuerwehrhaus) positiv ins Licht zu rücken. Ohne Erfolg. Der Ortsrat vermisste nicht nur Ansätze für den Neubau einer Mehrzweckhalle, sondern auch Schritte in Richtung eines neuen Feuerwehrhauses in Heiligendorf. In interfraktionellen Anträgen ging es zudem für 2021/22 um eine zusätzliche erste Schulklasse am Standort Heiligendorf und um die Realisierung der zugesicherten Mensa. Hirschheide in Sachen Mehrzweckhalle: „Ich kann ihnen da zur Zeit keine Hoffnung machen.“

Kita in Hattorf wird 1,1 Millionen Euro teurer als bisher vorgesehen

Einigermaßen betroffen vernahm der Ortsrat, der in Vertretung des erkrankten Ortsbürgermeisters Marco Meiners (FDP) von Rolf Berheide geleitet wurde, dass eine an sich erfreuliche Investition durch eine schlechte Nachricht belastet wird:Die geplante Kita Hattorf nämlich wird erheblich teurer als ursprünglich vorgesehen. Hauke Petersen vom beauftragten Planungsbüro Assmann nannte die aktuell veranschlagte Summe von 6,2 Millionen Euro – das sind 1,1 Millionen mehr als bisher vorgesehen. Gründe sind unter anderem erhöhte Baukosten, aber auch Probleme mit der Entwässerung und der Hanglage.

Joachim Rustenbeck schüttelte ungläubig den Kopf: „Ich bin erstaunt, dass die Fachleute diese Schwierigkeiten erst so spät erkennen.“ Immerhin konnte Petersen einen konkreten Zeitplan verkünden. So werden im März dieses Jahres die Ausschreibungen erfolgen, mit dem Baubeginn rechnet man im Juli dieses Jahres, die Übergabe an das DRK als Träger soll im Juni 2022 erfolgen.

Feuerwehrhaus in Heiligendorf: Es soll einen Neubau geben. Quelle: WAZ

Bereits zuvor hatte in der Einwohner-Fragestunde die Hattorfer Ortsbrandmeisterin Magret Gawelczyk leichte Kritik am Zeitplan für den Bau des neuen Feuerwehrhauses geäußert. „Es wäre schön, wenn man das Vorhaben etwas schneller als geplant starten würde.“ Stadtbaurat Hirschheide: „Keine Chance. Hier sind gesetzliche Fristen einzuhalten.“

Von Burkhard Heuer

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