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Fallersleben Modellflieger sehen Existenz durch neue Naturschutzverordnung bedroht
Wolfsburg Fallersleben Modellflieger sehen Existenz durch neue Naturschutzverordnung bedroht
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16:00 05.08.2019
Modellflugplatz des Aero-Club in Sülfeld: Eine neue Naturschutzverordnung für den Bereich Barnbruch/Ilkerbruch bedroht die Zukunft des Vereins. Quelle: Archiv
Sülfeld

Die Modellflugsparte des Aero-Club Wolfsburg sieht sich durch eine neue Naturschutzverordnung der Stadt Wolfsburg in ihrer Existenz bedroht. Durch strenge Auflagen für das geplante Naturschutzgebiet Barnbruch/Ilkerbruch würde der Flugbetrieb auf dem Modellflugplatz in Sülfeld stark eingeschränkt. „Die Folge wäre ein erheblicher Mitgliederschwund, der den Gesamtverein bedrohlich schädigen würde“, warnt Wolfgang Möllenstedt, zweiter Vorsitzender des Aero-Club und Spartenleiter für Modellflug.

Flugverbot von April bis Mitte Juli

Nachdem er bereits im Juni dem Ortsrat Fallersleben/Sülfeld ein Positionspapier überreicht hatte, legte Möllenstedt inzwischen Einspruch gegen den Entwurf des Umweltamtes ein. Sollte die Verordnung unverändert in Kraft treten, würde auf dem Modellflugplatz in Sülfeld vom 1. April bis 15. Juli ein absolutes Flugverbot herrschen. Außerdem müsste der Betrieb ab Oktober jeweils zwei Stunden vor Sonnenuntergang eingestellt werden. „Wer würde einem Sportverein beitreten oder dort Mitglied sein wollen, wenn die Ausübung seiner Sportart auf wenige Tage im Jahr beschränkt ist und ein kontinuierliches Training dort unmöglich wäre?“, fragt Möllenstedt.

Hier ein Video vom Modellflugplatz in Sülfeld:

Der Vorstand befürchtet, dass in diesem Fall viele Mitglieder die Modellflugsparte verlassen würden und in der Folge der gesamte Aero-Club Wolfsburg in Gefahr gerät. Zu dem Verein gehört auch die Segelflugsparte am Bernsteinsee in Stüde. Mit rund 180 Mitgliedern, davon etwa 80 Modellflieger, ist der Aero-Club Wolfsburg nach eigenen Angaben einer der größeren Luftsportvereine in der Region. Auch die aktiven Modellflieger sind aufgebracht und fühlen sich durch die geplante Verordnung ungerecht behandelt. „Viele Mitglieder fliegen heute auch mit Elektromotoren und schonen damit die Umwelt“, sagt Werner Soppart. Zudem leiste der Verein wertvolle Jugendarbeit.

Gespräch mit dem Umweltamt im September

„Wir fordern von der Stadt ein Einlenken und einen angemessenen Kompromiss“, erklärt Möllenstedt. Ein solcher Kompromiss könnte seiner Meinung nach eine Ausweitung der Naturschutzmaßnahmen auf dem Modellflugplatz umfassen. „Man könnte eventuell Blühwiesen einrichten und Nistkästen aufhängen“, erläutert der Spartenleiter. Er setzt seine Hoffnungen auf ein Gespräch mit dem Umweltamt, das im September stattfinden soll. Die Verwaltung habe zwar Verständnis für das Anliegen des Vereins geäußert. „Das heißt aber noch nichts“, ist sich Möllenstedt bewusst.

Auch Kritik von Landwirten und Jägern

Der Modellflugplatz nördlich des Mittellandkanals in der Nähe der Sülfelder Schleuse liegt in einem Areal, das aktuell als Vogelschutzgebiet ausgewiesen ist. Mit der neuen Naturschutzverordnung will die Stadt die so genannten „Natura 2000“-Schutzgebiete in Wolfsburg an das EU-Recht anpassen. Auch Landwirte und Jäger hatten den Entwurf kritisiert, weil sie Nachteile für sich befürchten. Die Stadt hatte daraufhin angekündigt, die Bedenken zu berücksichtigen und nach tragbaren Lösungen zu suchen.

Bei einem Flugverbot wäre das Gelände wahrscheinlich wertlos

Den Modellflugplatz in Sülfeld gibt es seit 55 Jahren. 1967 wurde der Flugplatz mit Hilfe von Volkswagen und einer Spende des damaligen VW-Chefs Heinrich Nordhoff mit einer asphaltierten Start- und Landebahn ausgestattet. 1993 wurde der Modellflugplatz von der Bezirksregierung Braunschweig unbefristet als „Sonderlandeplatz für Flugmodelle“ nach dem Luftverkehrsgesetz zugelassen. Seit 1995 gehört das Gelände dem Verein.

Falls die Stadt die neue Naturschutzverordnung wie geplant durchsetzt, so fürchtet Möllenstedt, könnte der Aero-Club das Gelände nicht einmal mehr weiterverkaufen. Denn wer wolle schon eine Wiese in einem Naturschutzgebiet haben? „Das kommt dicht an eine Enteignung.“

Von Florian Heintz

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