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Fallersleben Helfen Kontrollen oder Schwellen gegen Raser?
Wolfsburg Fallersleben Helfen Kontrollen oder Schwellen gegen Raser?
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00:18 10.02.2018
Marggrafviertel: Die Straßen Hopfengarten und Rübenkamp sind beim Thema Parken und Raser besonders betroffen. Auch nachträglich eingebaute Schikanen nützen nichts.
Marggrafviertel: Die Straßen Hopfengarten und Rübenkamp sind beim Thema Parken und Raser besonders betroffen. Auch nachträglich eingebaute Schikanen nützen nichts.  Quelle: Boris Baschin
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Fallersleben

 Das Problem gibt es, seit das Wohngebiet rund um die frühere Zuckerfabriksvilla besteht: Anwohner im Marggrafviertel klagen, dass in ihren Straßen zu schnell gefahren wird. Ein zweites Problem ist und bleibt die Parksituation.

Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist machte die Verwaltung in der letzten Ortsratssitzung darauf aufmerksam, dass sie erneut Beschwerden von Bürgern gehört habe. Kritik habe es jetzt zusätzlich am Shuttle gegeben, dass zwischen dem Bürokomplex im Rübenkamp und dem VW-Werk pendelt: Das fahre inzwischen viel zu oft.

Hier scheint es sich allerdings eher um eine Einzelmeinung zu handeln. Die Anwohner, die die WAZ berfragte, begrüßten die Shuttle-Fahrten – denn sonst, so die Ansicht der meisten, würde sich die Parksituation nur noch mehr verschärfen.

Die meisten öffentlichen Flächen, da sind sich die Bürger sicher, würden durch Büroangestellte blockiert, die nicht im nahen Parkhaus stehen wollen oder dürfen. „Das Parken ist eine Katastrophe. Uns besucht schon gar keiner mehr“, sagt Kathrin Reyelt. Noch schlimmer sei die Angst um die Kinder angesichts der Temposünder, meinen Elfriede Plappert und Kirsten Erbe, die eine siebenjährige Tochter hat. „Sie darf nicht mehr vor der Tür spielen“, erzählt Erbe und berichtet davon, dass kürzlich ein Raser wegen Gegenverkehrs beim Ausweichen ohne Rücksicht über den Fußweg gebrettert sei. „Der hätte sie glatt überfahren“, empört sich die Mutter und plädiert für den Einbau von Schwellen. Die sind allerdings, auch wegen des erhöhten Verkehrslärms, umstritten. „Die Lautstärke wäre mir egal“, sagt Erbe.

Für mehr Tempokontrollen und Parken nur mit einem Anwohnerschein spricht sich Anja Freydank aus. Elfriede Plappert, die schon seit ihrer Geburt in der Gegend wohnt, hat die Hoffnung auf Besserung mittlerweile fast aufgegeben. Baulich jedenfalls sei mittlerweile alles ausgeschöpft. „Aber ein Appell an alle Fahrer schadet ja nie“, sagt sie.

Von Andrea Müller-Kudelka

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