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Fallersleben Grabstein von 1743 steht jetzt an der Kirchenmauer
Wolfsburg Fallersleben Grabstein von 1743 steht jetzt an der Kirchenmauer
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14:32 28.06.2019
Epitaph an der Kirchenmauer: Das Fundstück wurde jetzt der Fallersleber Öffentlichkeit gezeigt. Quelle: Gero Gerewitz
Fallersleben

Ein Stück versteinerter Geschichte Fallerslebens haben vor geraumer Zeit Bagger in der Bahnhofstraße zutage gefördert: Bei den Abrissarbeiten des ehemaligen Ratskellers auf der Neubaustelle Volksbank stieß man auf ein Epitaph aus dem Jahr 1743. Dieser Grabstein wurde nun restauriert und nahe der Michaelis-Kirche aufgestellt.

Grabplatte: Fundstück wurde restauriert

Die kunstvoll gemeißelte und beschriftete Grabplatte erinnert an den am 22. Dezember des gleichen Jahres verstorbenen Daniel Andreas Behne. „Wir waren sofort einhellig der Meinung, dass dieses Fundstück restauriert werden und einen neuen Platz finden muss“, sagte Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist, gleichermaßen Vorsitzende des Kultur- und Denkmalvereins Fallersleben.

So sieht das Epitaph aus Fallersleben aus. Quelle: Gero Gerewitz

Das ist geschehen, und jetzt wurde das Epitaph an seinem neuen Platz an der hinteren Kirchenmauer der Michaeliskirche der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Platte wurde mit Sicherheitshaken an der Mauer angebracht, steht hier in einer Reihe mit weiteren Gedenksteinen.

Familie Behne lebte vermutlich in der Westerstraße

Im Beisein von Daniel Pollok, archäologischer Beauftragter der Stadt Wolfsburg, Fraktionssprecher André-Georg Schlichting (CDU) und Eckhard Backhausen, Kirchenvorstands-Vorsitzender der Michaelis-Gemeinde berichtete Bärbel Weist, dass die Sandsteinplatte von Bürgern auf der Baustelle entdeckt worden sei. Sie habe daraufhin den archäologischen Beauftragten eingeschaltet.

Über die Familie Behne hat Weist in Erfahrung bringen können, dass sie offenbar gut situiert war. Sie lebte vermutlich in der Westerstraße. Von einer Tochter erzählt die Legende, dass sie zur Besatzungszeit durch die Franzosen mit einem Soldaten nach Frankreich ging. Dort allerdings verliert sich ihre Spur.

Er gehörte wohl zur „reicheren Oberschicht“

Daniel Andreas Behne (geboren 25. November 1717 – gestorben 22. Dezember 1743) wird auf der Grabplatte in feiner Kleidung dargestellt, „dürfte“, so vermutet Daniel Pollok, „also zur reicheren Oberschicht gehört haben, eventuell war er sogar Offizier.“ Er war offenbar Junggeselle. Leider fehlt ein wichtiges Stück des Epitaphs, das weiteren Aufschluss über Angehörige geben könnte.

Sanierung kostete 1300 Euro

André-Georg Schlichting schlug vor, nach dem Vorbild „sprechender Steine“ einen QR-Code zu installieren, mit dem sich Besucher per Smartphone über Details informieren können.

Die Kosten für die Sanierung durch einen Natursteinmeisterbetrieb, immerhin 1300 Euro, trägt der Kultur- und Denkmalverein.

Von Burkhard heuer

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