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Fallersleben Feuerwehren trainieren bei einer Übung für den Ernstfall
Wolfsburg Fallersleben Feuerwehren trainieren bei einer Übung für den Ernstfall
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17:02 29.09.2019
Auf dem Hof von Henning Wolter: Gemeinsame Übung der Ortsfeuerwehren Sülfeld, Mörse und Ehmen. Quelle: Boris Baschin
Ehmen

Die Freiwilligen Feuerwehren Ehmen, Mörse und Sülfeld bilden gemeinsam den Löschzug Wolfsburg West und werden bei einer größeren Schadenslage reibungslos miteinander agieren müssen. Grund genug, mindestens einmal im Jahr eine Übung anzusetzen, in der die Stützpunktwehr Ehmen sowie die Ortsfeuerwehren Mörse und Sülfeld das Zusammenspiel der Kräfte trainieren.

Am Samstag nun war das landwirtschaftliche Anwesen der Familie Henning Wolter in der Hohnstedter Straße in Ehmen Schauplatz verschiedener Szenarien, auf die Frauen und Männer der Feuerwehren im Ernstfall immer wieder treffen können: Menschenrettung aus einem brennenden, völlig verqualmten Wirtschaftsgebäude. In weiteren Übungsteilen trainierten die Aktiven mit Hebekissen und hydraulischem Gerät.

Über Funkmeldeempfänger waren die drei Wehren zum Einsatzort gerufen worden, wo der Ehmer Ortsbrandmeister Frank Stock, Ortsbrandmeister Daniel Meyer (Mörse) und stellvertretender Ortsbrandmeister Jan Freiberg (Sülfeld) vor allem eine zehnköpfige Gruppe von Spezialisten beobachteten, denen eine im wahrsten Sinne des Wortes gewichtige Rolle angetragen ist: Rund 30 Kilogramm Pressluftatmer, luftdichte Maske und Werkzeug schleppen die besonders trainierten, zumeist jüngeren Aktiven mit, in diesem Übungsfall auch eine zu bergende „verletzte Person“, die allerdings aus einem 80-Kilogramm-Dummy bestand.

30 Aktive waren mit sechs Fahrzeugen vor Ort

„Es wäre zu riskant gewesen, Menschenrettung mit einem lebenden Kandidaten zu üben“, erläuterten Meyer und Stock. Zumal unter anderem eine sehr schmale und steile Stiege in dem landwirtschaftlichen Gebäude zu bewältigen war. Insgesamt 30 Aktive waren mit sechs Fahrzeugen vor Ort, es wurden Schlauchleitungen gelegt, die im Ernstfall aus Hydranten und bei Bedarf aus der benachbarten Riede zusätzliches Wasser herbeigeführt hätten.

Einsatzkräfte aus Ehmen, Sülfeld und Mörse probten den Ernstfall

Bereits nach einer halben Stunde Einsatz konnten die Truppführer Vollzug melden. Die Wehren nutzten anschließend zudem die Gelegenheit, dass sich auf dem Wolter-Hof diverse schwere Maschinen befinden. So konnte simuliert werden, wie ein Mensch unter die Schaufel eines Radladers gerät und dieser mit dem Hebekissen aus der bedrohlichen Lage befreit wird.

Anschließend gab es überwiegend positive Bewertungen

In einer abschließenden Manöverkritik gab es von den vier verantwortlichen Beobachtern aus den drei Wehren überwiegend positive Bewertungen. Vor allem für die Atemschutzgeräteträger, deren körperliche Leistungsfähigkeit immer wieder in Ausbildung und Übungen unter Beweis gestellt werden muss.

Interessierter Beobachter war auch Henning Wolter, selbst ehemaliger Aktiver der Feuerwehr, der sein Anwesen und landwirtschaftliche Maschinen gern für die Übung zur Verfügung gestellt hat. Mit Blaulicht und beißendem Qualm allerdings verbindet Wolter auch persönliche Erinnerungen: Er war gerade zwölf Jahre alt, als 1981 fast genau an dieser Stelle bei Sanierungsarbeiten das Fachwerk-Wohnhaus der Familie in Brand geriet und total zerstört wurde. „Heute ist der Qualm glücklicherweise nicht echt“, sagte er. Aber es sei schon beruhigend, einen so gut organisierten Feuerwehreinsatz schlagkräftiger Wehren zu sehen.

Von Burkhard Heuer

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