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Fallersleben Feuerwehr-Neubau in Hattorf soll jetzt um die Hälfte verkleinert werden
Wolfsburg Fallersleben Feuerwehr-Neubau in Hattorf soll jetzt um die Hälfte verkleinert werden
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12:44 14.11.2019
Feuerwehr in Hattorf: Die Freiwilligen Einsatzkräfte brauchen unbedingt ein neues Zuhause. Quelle: Archiv
Hattorf

Erheblicher Unmut herrscht im Ortsrat Hattorf/Heiligendorf und in Kreisen der Freiwilligen Feuerwehr Hattorf über die Änderung des Flächennutzungsplanes, die im Dreieck Krugstraße/Kreisstraße 78 den Bau eines neuen Feuerwehrdomizils ermöglichen soll. Geplant war ursprünglich, eine Fläche von rund 6500 Quadratmetern für die Wehr zu erschließen. Doch diese Ausmaße erscheinen der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) Wolfsburg offensichtlich als zu groß dimensioniert.

Planer Detlev Koch: „Vor den UNB-Forderungen eingeknickt.“ Quelle: Kevin Nobs

Wie Stadtplaner Detlev Koch am Mittwoch dem Ortsrat mitteilen musste, sollen der Wehr nur rund die Hälfte (3500 Quadratmeter) des ursprünglich geplanten Areals zur Verfügung stehen. Koch gestand: „Wir Planer sind tatsächlich vor den UNB-Forderungen eingeknickt.“

Bürger und Ortsräte protestierten in der Sitzung

Mit dem Ergebnis, dass der Ortsrat und zahlreiche Einwohner in der Sitzung im Mehrgenerationenhaus Plantage ärgerlich ihre Stimme erhoben. Ortsbürgermeister Marco Meiners (FDP) beklagte beständige Verzögerungen bei wichtigen Projekten, nannte in diesem Zusammenhang den Neubau des Kindergartens und das nunmehr zur Beratung anstehende Feuerwehrobjekt.

Stellvertretender Ortsbürgermeister Rolf Berheide (CDU) führte neben der Grundstücksreduzierung für die Feuerwehr eine Fülle weiterer Maßnahmen ins Feld, wo zunächst der Ortsrat um eine Stellungnahme gebeten worden sei, die Argumente von vor Ort jedoch letztlich beständig ignoriert wurden.

Feuerwehr Hattorf kämpft seit Jahren für eine neues Domizil

Zur Historie: Über Jahre bereits ringen der Ortsrat Hattorf-Heiligendorf und die Freiwillige Feuerwehr Hattorf gemeinsam darum, für die Hattorfer Wehr endlich ein neues Domizil zu schaffen, damit diese die beengten Verhältnisse in der Siekstraße endlich verlassen kann. Insgesamt 20 innerörtliche Areale hat man geprüft, letztlich fiel die Entscheidung zugunsten der jetzt geplanten Fläche „Am Dorfe“. Es stellte sich allerdings heraus, dass hier ursprünglich eine Ersatzmaßnahme für die Bebauung des Kerksiek Ehmen durchgeführt werden sollte. Dieses Vorhaben wurde zugunsten des Feuerwehrprojektes verlegt.

Die Reduzierung des zu bebauenden Areals hat allerdings nach Ansicht von Ortsrat und Feuerwehr zur Folge, dass späteren Erweiterungsmöglichkeiten schon jetzt ein Riegel vorgeschoben wird. So fasste der Ortsrat auf Antrag der PUG um Fraktionssprecher Detlef Barth mehrheitlich den Beschluss, der Unteren Naturschutzbehörde insofern Paroli zu bieten, als man im geänderten Flächennutzungsplan wieder die ursprünglich festgeschriebenen 6500 Quadratmeter Areal fordert.

Ein Teil des Geländes ist biologisch wertvolle Ausgleichsfläche

Ein Teil des Geländes, das von der UNB bereits als biologisch wertvolle Ausgleichsfläche vorgesehen war, soll der Feuerwehr als Übungsfläche für die Jugend zugeschlagen werden. Auch eine Fuß-/Radwegverbindung will man festgeschrieben haben. Möglichst schnell solle nun der Entwurfs-und Auslegungsbeschluss erfolgen. Einen Unterstützer hat der Ortsrat dafür im Rathaus schon jetzt: „Sie sprechen mir damit aus dem Herzen“, betonte Stadtplaner Koch.

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Von Burkhard Heuer

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