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Fallersleben Neues Feuerwehrauto löscht sogar während der Fahrt einen Brand
Wolfsburg Fallersleben Neues Feuerwehrauto löscht sogar während der Fahrt einen Brand
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14:00 04.12.2019
Die Ortsfeuerwehr Fallersleben freut sich: Sie erhielt ein neues Einsatzfahrzeug - und hat jetzt außerdem eine frisch sanierte Handdruckspritze. Quelle: Ortsfeuerwehr Fallersleben
Fallersleben

Die Fallersleber Feuerwehr hatte am Wochenende gleich dreifachen Grund zur Freunde: Sie feierte 125. Geburtstag, erhielt ein nagelneues Einsatzfahrzeug, außerdem ist die Sanierung der historischen Handdruckspritze fertig. Gründe genug, darauf mit Gästen anzustoßen. Auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs kam.

Jubiläumsfeier der Feuerwehr in Bildern:

Zum Jubiläum gab es ein neues Einsatzfahrzeug – und die sanierte Handdruckspritze

Er überreichte feierlich den symbolischen XXL-Schlüssel für das so genannte Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, kurz HLF 20 genannt. 408 000 Euro kostet das gute Stück. Das ist viel Geld, aber das Fahrzeug kann auch viel: zum Beispiel während der Fahrt einen Brand löschen. „Bei Flächen- und Waldbränden ist es gut einsetzbar“, erklärt Jürgen Koch, Pressesprecher der Fallersleber Feuerwehr. Das HLF 20 hat außerdem einen noch größeren Tank – statt 2000 Liter wie beim alten Fahrzeug fasst er 2400 Liter.

Fest installierter Schaum – und Wasserwerfer

Neu ist außerdem die Seilwinde, die eine Zugkraft von fünf Tonnen hat. Ein fest installierter Schaum – und Wasserwerfer, eine Rückfahrkamera, ein Schnellangriffspaket sowie vier Atemschutzgeräte, die im Mannschaftsraum integriert sind, gehören ebenfalls zur Ausstattung. Insgesamt gibt es Platz für neun Einsatzkräfte. „Wir sind sehr froh über das neue Einsatzfahrzeug“, so Koch. Das „alte“ Fahrzeug der Fallersleber verkauft die Stadt übrigens nicht, die Vorsfelder Feuerwehr erhält es.

Pünktlich zum 125. Geburtstag ist außerdem die Sanierung der historischen Handdruckspritze von 1894 fertig geworden. Sie war unaufschiebbar – und nicht so einfach. „Es war viel Arbeit“, sagt Ortsbrandmeister Tim-Bastian Freier. Ein fester Stamm von rund acht Feuerwehrleute packte in der Freizeit mit an, Freier persönlich auch.

Die Räder mussten zu einem Stellmacher in Bayern

Aber auch Spezialisten mussten ran, die zu finden, war nicht so einfach. Die Räder zum Beispiel mussten zu einem Stellmacher in Bayern. „Hier in der Region gibt es dieses Handwerk kaum noch“, erklärt Jürgen Koch. Die Spritze musste komplett auseinander genommen werden – und dabei wurden Schäden entdeckt, die vorher gar nicht sichtbar waren.

Deshalb dauerten die Sanierungsarbeiten nicht nur ziemlich lange, das Projekt war auch ziemlich kostspielig. Deshalb startete die Fallersleber Feuerwehr eine Spendensammelaktion, die richtig gut lief. Innerhalb kürzester Zeit waren 4000 Euro zusammen. Für Koch ein schönes Zeichen aus der Bevölkerung. Wo die frisch sanierte Spritze künftig stehen soll, sei noch nicht entschieden.

Von Sylvia Telge

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