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Fallersleben Erhaltungssatzung für Fallersleben ist auf dem Weg
Wolfsburg Fallersleben Erhaltungssatzung für Fallersleben ist auf dem Weg
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06:00 07.03.2019
In diesem Bereich soll die Erhaltungssatzung für die Altstadt Fallersleben gelten. Quelle: Stadt Wolfsburg
Fallersleben/Sülfeld

Mit großer Mehrheit unterstützt der Ortsrat Fallersleben-Sülfeld die neue Erhaltungssatzung für den Ortskern der Hoffmannstadt. Die CDU allerdings stimmte gegen den nur leicht veränderten Entwurf der Verwaltung. Trotz oder vielleicht auch wegen eines Appells von Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist (PUG).

Weist hatte die Sitzungsleitung kurzfristig an Roman Dettmann abgegeben, um allen den Diskussionsprozess rund um den besseren Schutz des charakteristischen Erscheinungsbildes in der Altstadt in Erinnerung zu rufen. „Es gab einen breiten Konsenz“, sagte sie. Erst kurz vor dem Beschluss habe die CDU im November 2018 mit ihrem Änderungsantrag das gemeinsame Ziel gefährdet, weil Weists Ansicht nach zu viele Einzelaspekte bemängelt wurden. Michael Paech (CDU) sieht das anders: „Uns war wichtig, dass Fachwerkfassaden und Dachfarben geschützt werden, aber diese Satzung stellt einen enormen Eingriff in die Baufreiheit dar“, sagte er.

Kritik der CDU

Drei Hauptkritikpunkte: Das Gebiet „Am Neuen Tor“ gehöre nicht zur Altstadt – und dort entscheide man über die Köpfe der Bürger hinweg; durch Einschränkungen für Dachaufbauten verhindere man neuen Wohnraum und es fehlten Ausnahmeregelungen für Energiesparmaßnahmen. Silke Lässig von der Stadtplanung trat der Kritik entgegen: Vom „Neuen Tor“ habe es keinen schriftlichen Einspruch gegeben; Dachausbau bleibe möglich, es gehe nur um die Form; und energetische Dämmung sei auch im Inneren von Häusern möglich, statt Fachwerk zu verkleiden. Die SPD wünschte sich für ihre Zustimmung nur einen Vermerk im Protokoll: Laut Lässig sind nämlich auch „Am Neuen Tor“ Baumaßnahmen auf den langgezogenen Grundstücken weiterhin möglich; nur die Fassaden an der Straße sollten nicht verändert werden. Und: Im Geltungsbereich braucht man grundsätzlich eine Genehmigung. Der Rat der Stadt beschließt am 28. März über die Satzung.

Sülfelder sind alarmiert

Alarmiert sind Bürger in Sülfeld wegen Bauplänen eines Investors für eine Freifläche im Gebiet „Nördlich Wettmershagener Straße“. Der Ortsrat stimmte für den Abschluss eines Erschließungsvertrags am Dreyers Kamp, will jedoch nähere Informationen über die weitere Entwicklung.

Nachbarn bezweifeln, dass auf der zu erschließenden Fläche tatsächlich Platz für bis zu sechs Wohnungen ist, wenn nur eingeschossig gebaut werden darf. Zudem gebe es einen Höhenunterschied von bis zu 70 Zentimeter zu den Nachbargrundstücken – die Frage sei, ob aufgeschüttet wird. Und ein Mann macht sich Sorgen um die hohen Bäume auf einem Nachbargrundstück. Eckhard Krebs (SPD), gleichzeitig Vorsitzender der Fallersleber Siedler, berichtete von einem aktuellen Gerichtsurteil: Demnach könne der Nachbar nicht zum Fällen gezwungen werden, wohl aber dazu verpflichtet, das Höhenwachstum durch Baumschnitt zu begrenzen. Die übrigen Fragen könne nur der Investor selbst beantworten, so die Stadtverwaltung.

„Frickenkamp“ gefällt künftigen Fallerslebern nicht

Nicht zufrieden mit Straßennamen im Kleekamp sind Fallersleber Neubürger. Sie fürchten, dass man am künftigen „Frickenkamp“ Spaßvögel herausfordert, das „R“ zu streichen. Ortsbürgermeisterin Bärbel Weist sieht kein Problem, und auch die Verwaltung habe den Namen geprüft und genehmigt.

Von Andrea Müller-Kudelka

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